Entschuldigung

Ich fühle mich gerade so schrecklich falsch… 😦 Als ich heute aufgewacht bin, konnte ich mich an das gestern alles gar nicht erinnern. Ich bin aufgewacht wie ein Baby und als hätte ich echt gut geschlafen… dann schaue ich auf mein Handy und erinnere mich wieder was passiert ist und fühle mich noch schlimmer als gestern, weil ich das Gefühl habe, dass wir total übertrieben haben 😫 … im Endeffekt hat er wirklich nichts Falsches gemacht und wir haben mitgemacht. Wir fühlen uns nicht nur, als hätten wir ihn zu unrecht so dargestellt als hätte er was Falsches gemacht, sondern auch noch schuldig gegenüber Severin, denn er meinte erst vor ein paar Tage zu uns, wir sind mittlerweile in einer Position, in der wir ihn verletzen könnten… und ich schätze wenn er wüsste, was passiert ist, wird er verletzt sein, denn im Endeffekt war das gestern ein unerwarteter Kuss von jemandem, den wir nicht wollten, aber den wir trotzdem erwidert haben… und irgendjemand hat Severin gestern auch noch geschrieben. Alao klar, ich wohl… aber wer von uns, weiß ich nicht. Und er hat aber sogar nachts noch zurückgeschrieben, nur haben wir das nicht mehr gelesen, also er weiß, dass etwas passiert ist und wir wollten heute mit ihm reden. Gestern wollten wir nachdem das passiert ist einfavh nur bei ihm sein und ich glaube, wir haben gestern auch echt noch extrem geheult, aber nicht wegen dem was passieft ist, sondern wegen dem, wie wir uns verhalten haben und wie wir über A geschrieben haben, obwohl er nichts Falsches gemacht hat 🥺😭 … aber als er uns gestern geküsst hat, wirklich in der Millisekunde in der er seine Zunge in unseren Mund gesteckt hat, war der allererste Gedanke neben dem körperlichen Schock Severin. Wir hatten als allererstes ihn im Kopf und haben uns schuldig gefühlt für das was passiert… 😭 dabei führen wir nichr einmal eine Beziehung und früher hat uns sowas auch nie berührt. Wenn wir jemanden geliebt haben, aber nicht in einer Beziehung waren und dann jemanden anderen geküsst haben oder geküsst wurden, dann haben wir uns nie schuldig gefühlt dabei… wieso denn jetzt??? 🥺

Ich habe keine Ahnung wie wir uns fühlen sollen… ich glaube als erstes werden wir mit Severin reden.. ihm nur sagen, dass A uns geküsst hat und ich es durch diesen Schreck erstmal erwidert habe… ich weiß nicht, ob ich mehr erzählen will und werde, weil im Endeffekt hat A nichts Falsches gemacht und Severin und ich sind nicht in einer Partnerschaft… das heißt er muss nicht alles wissen…
Ich fühle mich auch wirklich ganz schrecklich müde heute…

Erdbeben

Unser Körper vibriert innerlich total… ich weiß nicht.. ich verstehe es nicht. WIR haben jetzt plötzlich Schuldgefühle.. wieso fühlen wir uns schuldig? Wir haben doch nichts Fslsches gemacht oder?.. ich spüre noch sein Penis in meiner Hand.. es fühlt sich so eklig an.. 😭 Ich frage mich die ganze Zeit ob wir in irgendeiner Situation ihm irgendwas signalisiert habe, dass er das tun soll? Oder hätten wir doch anders reagieren sollen? Jetzt tut er mir leid weil.ich das Gefühl habe.. wir stellen ihn so dar als hätte er etwas Falsches gemacht, dabei war es ja doch gar nichts Falsches, er kann ja nicht unsere Gedanken lesen und wenn er unsere Hand an sein Penis drückt und wir den dann auch noch in die Hand schließen und automatisch so Bewegungen machen, was denken wir denn dann, was er denkt? Ubd wieso TUN wir das überhauot, wenn wir eigentlich völlig geschockt und überrumpelt davon sind??? Wir WOLLTEN es nicht und wir haben trotzdem.gemacht was er wollte. Wir haben ihb zwar immer wieder weg gedrückt, aber wenn wr unsere Hand in seinen Schritt hat haben wir.die Bewegung gemacht, die man halt.bei.Männern danm machrn muss. Es hat sich so widerlich angefühlt obwohl es sich so gewohnt angewühlt hat und jetzt regen wir uns darüber auf, dass das passiert ist, wenn wir da sogar mitgemacht haben??? Eigentlich war es nichtmal schlimm sein Penis zu spüren. Also schon auch. Aber wir haben ihn immer danm weggedrückt, wenn wir gemerkt haben, dass er unsrre Brüste drückt oder siene Hand zwischen unseren Beinen war. Und das habe ich glsube ich gar nicht sofort bemerkt… ich habs kaum gespürt, nur wenn der Druck zu stark wurde… also ich habe nur gemerkt.. irgendwas drückt da.. und dann habr ich gemerkt dass das seine Hand ist u d ihn weggedrückt und Angst und Hilfe und Ekel.. und ws war peinlich. Das war viel schlimmer als wie dass er unsere Hand an seins hat.

Aber wenn wir so reagieren, woher soll er dan wissen dass er etwas Falsches gemacht hat? Hat er das überhaupt? Wenn Severin das gewesen wäre, wäre das ja nicht falsch gewesen in unseren Augen. Das hätte sich ja gut angefühlz. Aber woher soll A wissen, dass wir es nicht wollten wenn wir unsere Hand dann auch noch an seinem lassen??? Und machen was er will? Ich spüre meinen Körper nicht mehr.. nur innen wie in det Magengegend oder über dem Magen ein heftiges Zittern..

Wel ich Angst habe dass wir im Unrecht sind, weil ich ja doxh keine klaren Signale gegeben habe… und er glaube ich schuldlos ist und wir ihn jetzt zu einem Schuldigen machen obwohl er eigebtlich nichts Schlimmes gegan hag, NUR weil es sich für uns schockierend anFÜHLT.

Wir würden jetzt so gerne zu Severin… er würde uns fetshalten. Und gleichzeitig habe ich auch Abgst ihm zu sagen, was passiert ist. Weil er vor paar Tagen meinte, ich könnte ihn bereits verletzen. Und ich hsbe ja A seinen Kuss erwidert. Ich Vollidiot habe nicht einmal meinen Kopf weggedreht! Ich hsbe einfach automatisch mitgemacht was er mit mir gemacht hat.

Ich fühle mich nicht nur ihm sondern auxh uns gegenüber schuldig… 😭

Mail an Frau Blume

Das ist so .. sghnell passiert… A*.. der er.. er hat die letzten Tage schon Andeutungen gemacht.. er möge uns so sehr … vorhib.. wir waren km Aufenthaltsraum… und er kamm . Und weil.. er sich verabschieden wollte… und umarmt uns… wir umarmen ihn aber.. plötzlich.. hat er uns geküsst.. aber so furchtbar.. so richtig die Zunhe in den Mund geschoben und argh.. und dann.. und wir er hat unsere Zunge eingsch eingesaugt u d dann unsere Hand genommen und an seune Hose und an sein aaaarghhh und waaaah und dan haben wir uns von ihm gedrückt und warem so überfordert und er so: „i like you so much.. i, mean it, i like you so much…“ und jat so geseufzt und wir total überfordert und haben GAR nichts mehr gefühlt nur.. „i like you too“ aber… aber aaargh ich kotz gleich und dann hat er gesagt „i love you“ und er hat gesagt „please touch my head“ und hat unsere Hand genommen und an seinen Kopf und danm hat er uns wiede rgeküsst und unsere Brüste und zwischen die Beine und wir spüren jetzt unseren ganzen Körper nicht mehr.. wir haben NICHTS gespürt. Als hätte er nichts gemacht aber seine Hand war zwischen unseren beinen und auch an unseren brüsten aber kein gefühl dazu da. Und unsere hand hat er wieder an sein penis und woooaaaah und dann haben wir uns weggedrückt und  gdsagt „das geht nicht,v und er (und das ging 4x so) und dann er.. ob wir mit ihm auf die toilette gehen können“.. dann haben wir gelacht und gemeint „sorry aber darum musst du dich alleine kümmern“… und sind jetzt ins bett und wir sind total verwirrt weil uns war nicht zum lachen zu mute und zu überhauot gar nichts wir waren völlig schockiert und wir so WAS MACHT ER WAS PASSIERT HIER GERADE WAS SOLLEN WIR TUN??? Wir wussten nicht ob er was falsches gemacht hat?? Hat er nicht oder?? Er kann ja nivht wisen dass wir es nicht wollen. Aber wir waren so geschockt. Wir wussten überhaupt nicht wie wir reagirren soolzen und mögen tun wir ihn eigentlich wirklich. Hätten wir ihn wwgschubsen sollen? Aber wäre das micht zu krass? Wir waren so geschockt.. ich bin ommer noch geschoclz… wieso spürem wir unseren körper nicht mehf?? Aber unsere Zunge.. sie tut weh… er hat so daran gesaugt es hat WEH getan… 

Aaah und nur 20 Minutem vorher… hat Paula* mit uns geredet weil sie und Leyla* sich sorgen wegen Severin* machen. Sie denken er würde mich nir ausnutzen wollen und ich denke, sie haben ein sehr falsches bild vonihm. Aber gleichzeitih habeb wir geweint.. mit paula. Weil sie geweinr hat dass wir morgen gehen weiö soe sagt, wir hätten uns scheinbst bei allen hier „ins herz geschlichen“ und wir haben geweint als sie uns erzähkt hat, wie sie sich gedanken darum machen, mich vor Severin schützen zu müssen (auch wenn das nicht nötig ist)… und noch mehr habeb wir geweint als Paula uns gesagt hat wie Leyla esagt hätte, dass jetzt, wo sie gemerkt hat dass wor viele sind, Severin noch mehr hasst und uns um jeden Preis bwschützen würde. Wir verstehen nicht was die leute an uns hier so mögen. Wir verstehen es gar nicht und dann haben wir so angefangen zu weinen weil wir pauma gestanden haben wie es haltzuhause ist.. das man sich da eigentlich null für uns interessieft und wir uns halt eigentlich wie ein staubkorn in der luft fühlen, der halt irgendwie rumschwebt abrr eh von niemandem wahrgenommen oder ernstgenommen wird, weil er keinen nutzen oder zweck hat… hier gehen die menschen aber irgebdwie ganz Nders mit uns um…… 

Und dann passiert das mit A. Nur zehn minuten später… wir sind so durcheinander… wie kann erst sowas und dann sowas passieren und das svon eine sekunde auf die andere… vprhin hat es sooo gut grtan zu weinen und so berührt zu sein das war sooo ein verbundenes gefühl und so komisch… wir haben uns so berührt gefühlt und aaren so dankbar und paula meinte, wenn wit lächeln, dan  käme das bei dwn leuten hier wirkloch im herzen an und wir seien so „echt“… und dan  haben wir geweint weil wir gar nicht wussten, dass es andere menschen so glücklich macht wenn wir sie anlächeln , weil wir ja da nur merken, dass WIR ubs freuen über die personen aber dass die das auch glückmich macht, hat uns dann doppelt mehr berührt und wir mussten halt so anfangen zu weinen. Das war so komisch. Es war sbrr schön. Es fühlt sich N wie geliebt werden obwohl man niczts dafür tut. Wir verstehen das nicht.. und wieso muss man deshalb weinen?.?? 

Und dann passiert das mit A???? Wie konnte das so passieren??? Und jetzt sind diese berührt gefühle weg. Jetzt sind diese ganzen alle emotionen und gefühle SO plötzlich weg und ich fühl nuf sowas wie schock jnd wie wenn ein Twister in uns drehen würde und außen sieht man nur das chaos aber innen im Wirbelsturm ist da allss gefangen und dreht sich und man spürt nichts mehr…. ich kNn nicjt begteifen wie das passiert ist oder ob das wirklich schlimm war??? Wat das schlimm was er gemacht hat? Eigentlich nicht??? War das Grenzüberschreitend wenn er ws nicht wusste? Wusate er es? Aber eigentlich war es nicht grenzüberschreitend weil als wir ihn dann weggedrückt haben und gegangen sind hat et uns ka nichz festgehalten und weiter gemCht.. ich bin nur so gwschockt das hätte ich nie von ihm gedacht 😭

Severin (TW)

TW Wegen Gewaltschilderungen

Der Abend war alles in allem wirklich schön. Wir waren wieder mit Severin weg. Wie kann man von jemandem angezogen und getriggert sein gleichzeitig. Unser Herz sagt ja. Unser Körper und unser klarer Verstand auch.. aber der Trigger sagt nein.

Er hat uns geküsst, wir haben ihn geküsst. Wir haben uns an ihn gedrückt und es hat sich gut angefühlt und wir/ich wollte/n mehr mehr mehr. Wir hatten ihm heute von Senta erzählt. Und von ihrem Partner… wie wir aufgewachsen sind.. von der Kinderprostitution.. wir haben es nicht ganz freiwillig erzählt… es war eher.. notgedrungen.. wir hatten Angst ihn anzulügen…

Wir sind gestern mit einem geschlagenen Gesicht zurück in die Klinik gekommen… wir haben Teilbewusstsein darüber, was passiert ist. Verschwommen wie im Traum und zerstückelt, aber es ist-war noch da.

Wir haben/hatten wieder Kontakt zu Senta… also vor ca..2 Monaten… hatten wir von J. erfahren, dass ihr Partner sie fast zu Tode gewürgt hatte und J. Vater hat M. von ihr runter gezerrt. Seit wir „weg“ sind, soll er angeblich schlimmere Wutausbrüche haben als damals… und es stimmt,.. er war immer gewalttätig oder hatte Tendenzen dazu… aber er hat NIE mit Gegenständen auf sie oder uns eingeschlagen. WIr haben damals schon wahnsinnihe Angst um sie gehavt…

Am Wochenende.. an Samstsg erinnere ich mich nur noch wie wir mit Chleo im Kino waren ab Abends. Morgens hat uns unser Vater abgeholt. Aber was zwischen 10 und 17 Uhr war wissen wir nicjt.. am Sonntag holte uns wieder unser Vater ab. Wir können uns noch erinnern wie wir das Handy von unserer Mum eingerichtet haben. Im nächsten Augenblick saßen wir beim Marks und wurden von Severin abgeholt. Er kam um die Ecke und küsste uns auf die Stirn. Wir gaben ihm dann einen Kuss auf den Mund und er erwiderte es zärtlich. Wir verbrachten den Nachmittag im Museum. Es war so schön. Es war auch so so sehr schön, dass er immer mal wieder uns von hinten umarmt hat und oder wir uns an ihn lehnen konnten. Wir mögem wie er riecht und wie stabil er ist und was für eine wahnsinnige Ruhe er ausstrahlt.

Am Montag hatten wir eine Therapie Sitzung und seit der Sitzung blitzen Bruchteile an Erinnerungen auf. Sonntag. Und dass wir nicht von einem Augenblick zum nächsten plötzlich bei Sev waren. Sondern dazwischen wsr etwas. Mit Gewalt. Und wir waren dabei. Erinnerungsfetzen an eine Schöpfkelle und das Metall davon.. an seinen Rücken, wie er auf ihr sitzt, der Schaum, der ihr aus dem Mund quillt, ihr knallrot-lila Kopf, die Adern, ijre Finger, die sich nach uns ausstrecken. Ihre Augen… und dann steht er plötzlich vor uns… wie wenn einfach eim Schnappschussbild vor das nächste geschoben wurde.. er schreit, aber wir können nicht hören, nur sein heftiges Gesicht sehen, wie er uns an den Schultern packt, nach hinten schubst und die Tür millimeterknapp vor unserer Nase zuknallt und da hören die Bruchteile von Erinnerunhen auf.

Die waren Sonntag nicht da. Erst nach der Stunde bei der Psychologin. Und sie quetschen sich hin und wieder in unser Gehirn. Aber sie werden immer blasser.

Sev hatte am Montag gefragt ob alles ok ist und wir wsren ehrlich (teilehrlich) und sagte nein.. und wir erzähltem ihm von Senta .. „einer Freundin“ die von ihrem Mann verprügelt wurde… wir sagten nicht, dass wir das selber gesehen haben, sondern nur, dass J uns das geschrieben hat. Wir haben Angst ihm von unseren bruchstückhaften Erinnerungen zu erzählen, denn er weiß noch nicht einmal von der DIS. Und die Teilwahrheit war in dem Momebt das Einzige, wofür wir Kraft hatten.

Er wirkte sehr schockiert und wir konnten ihm nicht erklären, wieso sie trotzdem noch bei ihm bleibt, obwohl er sie schlägt.

Gestern… kamen wir wie gesagt mit einem geschlagenem Gesicht zurück. Es war rot und geschwollen… die Pfleger riefen den Dienstarzt. Meine Erinnerung ist hier nur noch wieder total gestückelt.. ich kann mich nur erinnern… wir wollten es nicht anschauen lassen.. Frau Sch. hatte die Verletzung bemerkt und eig hätte sie Bereitschaft und Dienstschluss gehabt… aber sie ging nochmal hoch zu Herr Wein, um ihm Bescheid zu sagen, dass ich nochmal kommen würde. Sie legte mir total ans Herz, bitte nochmal zu ihm zu gehen. Soweit ist die Erinnerung klar.

Dann saß ich auf einmal vor ihm. Ich erinnere mich, wie ich vor ihm sitze und rede und in dem Moment sehe ich, was uns passiert ist… dass wir auf den Boden geschmissen wurden und jemand mit dem Fuß nochmal auf unseren Kopf nachgetreten hat. Daher diese Verletzung im Gesicht… ich schätze, wir haben das ausgesorochen, ich bin mir nicht sicher.

Dann saß ich eigentlicj auf der Toilette (ja, ganz ohne Übergang, einfach wieder ein Zeitsprung zum Nächsten)… und Frau Sch und Herr Wein klopften an der Tür. Ich kam raus.. dann stehe ich draußen.. und spüre einen Anflug von einer Panikattacke… mein Körper schlotterte und es war als würde gleich alles in mir und um mich herum zusammenbrechen. Und ich kann nur noch hören wie Frau Sch total verzweifelt fragt „Wieso haben Sie denn solche Angst, dass das dokumentiert wird?“ Und ich höre uns nur sagen „Das darf auf keinen Fall in irgendeinem Bericht stehen“… es fehlen mir so viele Inhalte zum Kontext… einer der wenigen Sätze an die ich mich erinnern kann ist nocj von ihr: „Okay, wir können im Bericht schreiben, dass Sie gestürzt sind. Aber der Dienstarzt muss sich das anschauen… “ … als nächstes erinnere ich mich wie wir plötzlich oben auf dem Sessel sitzen..der Dienstarzt steht pitschnass vor uns. Er macht tests. Tastete auch das Gesicht an der Stelle ab die rot und gesxhwollen war. Da hört unsere Erinnerung auf.

Wir konnten uns erinnern, dass wir zumindest Sev auch ein Video von der Verletzung gezeigt haben… (er ist seit über einer Woche nur noch Tag klinisch da). Und heute wollte er wissen, wie das passiert ist…

So kam eins zum Anderen. Wir haben zwsr ein bisschen gelogen, weil wir wieder Angst vor den zerstpckelten Erinnerungen hatten, aber zumindest war der Inhalt an sich keine Lüge… wir sagten, wir wären zu M und E gefahren und wären dort auf den Partner von Senta getroffen … weil wir ihn hätten zur Rede stellen wollen (das stimmt sogar. Wenn wir mehr Kontrolle und Bewusstsein und weniger Angst vor ihm hätten… wir würden ihm am liebsten so die Stirn bieten und ihm so drohen, dass wenn er Senta je wieder anrührt… blabla)…

Sev wollte irgendwann wissen woher ich Senta kenne und ja.. wir stockten.. aber im Endeffekt konnten wir ihn nicht anlügen.. weil wir nicht wissen, ob wir vielleicht die Möglichkeit auf eine Zukunft mit ihm haben. Und da wären solche Lügem keine gute Basis… also.. erzählten wir ihm davon, wie wir als Kleonkinder schon bei denen waren… und dass er auch schom uns gegenüber gewalttätig war. Wir erzählten ihm auch von Sentas Kontaktabbruch UND wir haben ihm sogar auf Google Maps den ungefähren Ort gezeigt, wo sie gewohnt haben, bevor Senta den Kontakt abgebrochen hat.

Vorletztes Wochenende.. hatten wir bei ihm schon erwähnt, dass unsere Missbrauchserfahrung in Richtung Kinderprostitution und Pornographie ging… und als wir ihm heute von Senta usw erzählten, ohne dass wir auch nur eine Silbe mit dem Missbrauch dazu erwähnt hatten… hat er 1:1 zusammen gezählt und total schockiert gefragt … „Moment mal… wenn du mir von Senta und ihrem geisteskranken Mann erzählst und du als Kind dort warst, sind das dann die… ich meine, haben sie mit der…“ er wirkte so bestürzt und schockiert, dass wir wirklich Angst hatten weiter zu erzählen… ihr müsst wissen… Severin ist komplett unerfahren was psychische Krankheiten und Traumata usw angeht. Ich sage nicht, dass er nicht vielleicht welche hat, aber es ist für ihn ein sehr unbekanntes Terrain. Er besitzt Wissen darüber, aber hat keine Berührungspunkte damit. In der Klinik war er nur, weil er durch den Lockdown in eine leichte Depression gerutscht ist. Ich glaube er könnte eine Art Inbegriff von einem „psychisch gesunden“ Menschen sein. Abrr egal, das ist jetzt nicht das Thema.

Auf jeden Fall ja.. jetzt weiß er über unsere Vergangenheit bescheid und seine Reaktion… hat so gut getan.. war SO heilsam.. dass wir uns wünschten, diesen Moment könntrn wir immer und immer und immer wieder abspielen. Er wirkte natürlich verwirrt, aber er nahm es doch gefasst auf. Er war zwar „aufgeregt“ (nannte er es), und nervös, aber er strahlte eine heftige, heftige Ruhe und Stabilität aus. Und er sagte irgendwann auch nicht mehr viel (klar, so Fragen wie „Wie kann sie immer noch bei ihm bleiben“.. „Sie hätte dich beschützen können“.. „Deine Eltern haben dich auch nicht geschützt…“ etc. Pp.) Aber nichts von dem was er sagte oder wie er es sagte wirkte aufdringlich. Und irgendwanm hat er uns einfsch genommen und festgehalten und es ist so ein saltsam-anderes Gefühl von einem Mann festgehalten zu werden. Es war eins der schönsten Gefühle, die ich je hattr.. so sicher und wirklich gehalten haben wir uns … glaube ich zumindest.. in unserem Leben noch nie gefühlt.

Und ja.. er ist sehr schlau.. er ist vor 5 Jahren aus Prag in die Schweiz zum Studierem gezogen. Dann vor zwei Jahren nach Deutschland, um seinen Doktor zu machen. Er spricht perfektes Deutsch, hat nur einen schwitzerdütsch-tschechischen Akzent… aber andernfalls käme man niemals auf die Idee, dass er erst seit 2 Jahren in Deutschland ist.

Und heute Abend hatten wir dann auch sehr, sehr, sehr intensive und offene und tiefgründige Gespräche… es ist das erste Mal in unserem Leben, dass wir uns wirklich eine Zukunft mit jemandem vorstellen können. Sonst.. waren wir eher verliebr in das Verliebtsein.. „Gefühle genießen, den Moment genießen, alles ergibt sich schon“. Aber bei ihm… ist der Wunsch da, dass es eine Zukunft geben könmte. Wir haben uns unsere Zukunft immer nur nach uns ausgerichtet. In unserer Perspektive gab es keine festen Partnerschaften. Klar, wichtige Beziehungrn und Menschen die wir auf eine Art und Weise lieben. Auch Vorstellunhen, mit einigen zusammen zu wohnen. Aber grundsätzlich haben wir unsere Zukunft uns als Single ausgemalt. Und waren glücklich und sicher damit.

Auf einmal ist da Severin.. und wir wünschen uns nichts sehnlicher, als eine normale, stabile Beziehung zu ihm aufzubauen. Und auf einmal ist unser sicherer Zukunftshafen über den Haufem gerannt, weil plötzlich Fragen in unseren Kopf schießen: „Könntem wir uns ein Lrben mit ihm vorstellen und dafür Kompromisse eingejen, wie zum Beispiel von einer Kleinstadt in eine Mittelgroße Stadt?“ Oder.. „könnten wir uns vorstellen, mit ihm nach Estland oder Norwegen oder nach Prag oder in die Schweiz auszuwandern?“ Und erschreckenderweise sagt ein großer Teil von uns ja. Und dieser Teil macht uns Angst, weil wir noch nie einem Menschen begegnet sind, für den wir das Risiko eingegangen wären, ein sicheres Leben für eine Beziehung aufzugeben, von der man nie wissen kann, ob sie lange hält. Geschweige denn, dass sie „für immer“ bleibt. Severin löst in uns aber den mutigen Gedanken aus, dass er dieses Risiko und diesen Schritt und diese Erfahrungen wert wäre.

Aber wir sind vorsichtig. Weil ich weiß, dasa das auch alles nur ein idealisiertes Bild von ihm sein könnte. Wir kennen ihn gerade mal einen Monat. Und trotz jeden Tag intensivem Kontakt würde ich niemals behaupten, ihn schon wirklich zu kennen. Aber wir fühlen uns nichtsdestotrotz unglaublich angekommen und abgeholt bei ihm.

Wenn da nicht diese Momente wären.. wenn wir.. einmal waren wir ja vot ein paar Wochen schon getriggert… hatten wir ja erzählt. Und nachdem wir mit ihm darüber gesprochen hatten, tauchte das nicht mehr auf. Im Gegenteil. Seine Berührungen und Küsse werden immer vertrauter und er ist sehr sinnlich und leidenschaftlich. Nicht gewaltvoll. Manchmal packt er uns in die Haare, zieht unseren Kopf hinter und küsst unseren Hals und alles, wirklich alles will sich ihm hingeben und fühlt sich aufgehoben und sicher und hat sogar wirklich Verlangen danach endlich mit ihm Liebe zu machen. Aber heute war irgendwas anders.

Er war nach vier Bier angetrunken und ich glaube, tief in uns ist nach wie vor die Angst, dass er uns nur als Sexobjekt sieht. Unsere Angst ist .. dass wenn er einmal mit jns geschlafen hat, uns einfach links liegen lässt. Diese Vorstellunh fühlt sich so schmutzig an, dass es kaum erträglich ist. Und da aind die potentiell verletzten Gefühle noch nicht einmal mit inbegriffen. EIn Mann darf angetrunken sein.

Darf ich auch. Waren wir auch. Nach zwei Radler. Jep. Und auch wir sind meistens etwas mehr horny, wenn wir angetrunken sind. Wir werten sowas also nicht ab auf „alkoholisierte Männer wollen nur noch Sex“. Aber heute, als wir immer wieder mal stehen geblieben sind, um uns zu küssen und es hin und wieder „wilder“ wurde.. das heißt… er sich an und oder wir uns an ihn gedrückt haben und eben seine Erregung auch spüren konnten… (und er aber auch unsere)… da kam immer wieder plötzlich eine Angst hoch. Eigentlich… eigentlich wollen und wünschen wir uns wirklich.. so sehr mit ihm .. auch körperlich zu verschmelzen. Und ihn körperlich so zu spüren, wie wir ihn emotional spüren… aber heute warem wir immer wieder getriggert… ich schätze von uns selbst. Von unserer Angst, dass er uns vielleicht doch nur ins Bett kriegen will..

Es isz eigentlicj absurd.. er nimmt unsere Hand in der Öffentlichkeit und er küsst uns auf die Schläfe und die Stirn. Nicht besitzergreifend, sondern als wären wir für ihn .. ich weiß es nicht. Und Belinda meinte letztens zu mir, wenn er mich küsst, schaut er mich an, als wären wir in dem Moment der einzige Mensch in seiner Welt. Sie und einige Anderen haben schon angedeutet, dass sie sehen würden, dass er mir Blicke zuwirft, als wäre ich das Einzige oder Wichtigste für ihn.. und ein Teil von mir erkennt das in seinen Blicken in seltenen Fällen sogar… aber trotzdem… werden wir denen Gefühl der Angst nicht los… und irgendwie muss ich zwar immer wieder ein bisschen darüber lachen, was J. geschrieben hat.. aber im Endeffekt kann es wirklich solche Menschen gebenn..

J. meinte nämlich, wenn er fast jeden Tag mit einem Mädel auf ein Date geht, ihre Hand nimmt oder sie auf die Schläfe küsst, wbedeute das für ihn als Mann mehr als „ich will sie nur mal ins Bett kriegen“.. und wir meinten darauf: „Naja, vielleicht ist er einfach nur verdammt berechnend und will so unbedingt mit uns ins Bett, dass er wochenlang täglich eine richtige Show abzieht, um sein Ziel zu erreichen.“ Dazu meinte J dann nur noch: „Oder du bist einfach verdammt misstrauisch. Wir Männer haben auch Gefühle.“

Naja.. also ja.. jedenfalls waren wir dann heute plötzlich total getriggert. Ein Teil von uns war überzeugt, dass er uns doch nur f* will und wir nichts weiter sind als ein Sexobjekt für ihn… wir fühlten uns eklig, schmutzig, hatten total Angst.. wir saßen eeine Stunde in der Dusche unter 40 Grad heißem Wasser, wir hatten trotzdem Gänsehaut. Das Licht war schon ausgegangrn (Lichtsensor).. und wir konnten erst runterkommen, nachdem das Rauschen vom Wasser unseren Kopf und die Ohren minutenlang von der Realität abgeschottet hat. Danach gingen wir hoch, wir hätten nicht reden können. Belinda nahm uns in den Arm.und dann liefen unsere Tränen… wir weinten.. und es tat so gut.. ohne dass wir irgendwas sagen musstem. Sie hielt uns einfach fest und wir weinten.. und dann ging es uns irgendwie wieder besser.. wir kamen runter in unser Zimmer… legten uns in unser Bett und fingen an, diesen Eintrag zu schreiben. Und jetzt ist die Angst und das Getriggert sein wieder weg. Severin würde uns niemals schaden wollen.

Er sagte übrigens heute Mittag, als ich ihm davon erzählte, dass ich bei M war: „Nächstes Mal sag mir bitte bescheid, wenn du vorhast wieder zu ihm zu gehen. Dann kommen wir beide mit einem blauen Auge wieder raus.“ Wir mussten lachen.. und haben ihn dann geküsst.. und unser Herz hst noch mehr für ihn geschlagen. Dummes Herz. Es macht mir Angst.

Perspektiven statt Alltagstrott

Ich habe leider nach wie vor noch keine Zeit, einen ausführlichen Beitrag zu schreiben. Es ist verdammt viel passiert, und um das alles zu erzählen, wird bestimmt ein bis zwei Stunden (und einen ziemlich langen Eintrag) beanspruchen. Trotzdem muss ich kurz mal etwas festhalten: Diese Klinik war seit Jahre das vielleicht Beste, was mir passieren konnte. Ich habe nicht nur mich und meine Dissoziationen besser kennengelernt, sondern bin auch durch meine Mitmenschen, neue Freundschaften, Bekanntschaften und Gefühle an mir selber gewachsen. Ich habe das Gefühl, mich ein bisschen wiedergefunden zu haben. So, wie ich war, bevor mein Bewusstsein über die DIS und die Traumata immer mehr aufgebrochen ist. Es ist jetzt irgendwie ein gutes „Miteinander“ leben. Ich meine, mit dem Viele-Sein und den Trauma(ta)erinnerungen. Ich kann mir vorstellen es auszuhalten, beides zu sein. Ich muss mein Viele-Sein und die Erinnerungen nicht leugnen, um auch glücklich zu sein und stabil zu bleiben. In den letzten drei Wochen ging nämlich beides.

Die Klinik und das Personal haben mir gute Werkzeuge gegeben. Die Spannungs- und Dissoziationsbögen und Einzelgespräche waren verdammt hilfreich, um mein-unser Verhalten ein bisschen zu verstehen und Trigger zu erkennen. Einige Skills sind sogar hilfreich. Nicht effektiv, aber sie schaffen zumindest Milderung.

Aber woran ich wirklich gewachsen bin, sind die Beziehungen, die ich mich getraut habe einzugehen. Nach meinem Aufenthalt und meiner Begegnung mit Cia, Bahira und Belinda, kann ich behaupten, dass ich vorher nicht wusste was leben überhaupt bedeutet, weil mir nicht klar war, was Emotionen, bzw. emotional sein und echte Gefühle zu fühlen wirklich ist. Es ist wie wenn etwas in mir geschmolzen wäre. Ich habe in den letzten Wochen angefangen das Gefühl von Vermissen kennenzulernen. Und zwar nicht nur als Begriff und kognitiv, sondern wirklich als Gefühl. Im Herzen. Ich habe gelernt emotional zu weinen, und nicht nur Tränen laufen zu lassen. Ich habe gelernt andere Menschen zu fühlen und mit ihren Emotionen mitzugehen. Ich habe gelernt, wie unglaublich schön es sich anfühlt, wenn jemand in meinen Armen völlig zusammenbrechen und weinen kann (Cia), weil ich die Kraft habe, zu halten. Ich habe gelernt, dass auch ich gehalten werde und wie schön es sich anfühlt, die Arme auszustrecken, die Traurigkeit zu zeigen und lange und fest in den Arm genommen zu werden (Cia, Belinda, Bahira, *Severin). Und ich habe gelernt, wie unglaublich schön sich kuscheln anfühlt. Wir haben Kuscheln gehasst. Kuscheln war immer sofort mit Sexualität und Primitivität gekoppelt. Durch Belinda und Cia und Bahira… fühlen wir endlich, dass Kuscheln wirklich heilsam ist und verdammt guttut und entspannt. Ich habe gelernt, auf die Emotionen und Gemütslage anderer einzugehen und sie nicht von mir abzuschotten. Ich kann mein Mitgefühl zulassen. Ich habe keine Angst mehr, andere Menschen zu fühlen.

Es tut außerdem so gut, jemandem, der niedergeschlagen, wütend oder gestresst ist, die Arme aufzuhalten und eine Umarmung anzubieten. Ich habe gelernt, dass Umarmungen und Nähe und Zuneigung in gewissen Situationen das am meisten stresslindernde Mittel sind – und Gespräche mit verschiedenen Menschen, mit vielen verschiedenen Ansichten und Perspektiven. Nicht nur mit einem Menschen über belastende Situationen zu reden, sondern mit unterschiedlichen Personen ins Gespräch gehen. Wenn das Gespräch mit einer Person Unzufriedenheit auslöst, einfach mehrere Meinungen und Sichtweisen anhören. Allem voran habe ich gelernt, verstanden zu werden. Von Ärzten. Von Klinikpersonal. Von Therapeuten. Sie haben keine Erfahrung mit DIS und waren trotzdem immer um mich bemüht. Sie waren von Anfang bis Ende wohlwollen mit mir-uns. Ich habe gelernt, so akzeptiert zu werden, wie ich bin. Wie ich wirklich bin. Mit allen. Und allem.

Die Gruppentherapien haben mir auch meinen Kopf wieder ein bisschen geöffnet. Außerdem, dadurch, dass ich aus meinem Alltagstrott draußen war, habe ich gemerkt, dass mir meine Umgebung nicht guttut. Dass ich aus Angst vor Veränderungen immer noch dort bin, wo ich bin, aber ich eigentlich etwas ganz anderes bräuchte, um weiter zu reifen. Ich bin oder war wie eine Raupe, die sich im eigenen Kokon verfangen hat und ich habe festgestellt, dass ich es ändern kann. Ich habe auch herausgefunden, was ich will. Was ich mir in meinem Leben wirklich wünsche. Ich wünsche mir, erwachsen zu werden. Ich wünsche mir irgendwann mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen. Ich will unabhängig werden. Ich wünsche mir Menschen wie Cia & Co. in meinem Leben und möchte alle Kontakte, die mir schaden und mir nicht guttun, einschränken. Und wenn ich irgendwann weit genug dafür bin, wünsche ich mir eine Familie. Eine eigene. Eine richtig eigene Familie. Ich will meine eigene, gesunde Familie gründen und alles, was vorher war, einfach wie eine Schnur durchschneiden, damit nichts von davor – was mir-uns passiert ist – mit meiner eigenen Familie in Berührung kommt.

Ich habe viel Zeit gehabt zum Nachdenken und Nachfühlen und habe festgestellt, dass dort, wo ich lebe, eher wie ein Gefängnis ist, das mich klein hält. Ich habe mir Perspektiven aufgelistet. Ich möchte nicht mehr klein sein. Ich will richtig groß werden und wachsen. Nicht über mich hinauswachsen, aber zumindest mit mir mitwachsen. Schritt für Schritt. Und endlich kann ich auch dieses Schritt für Schritt von Frau Blume richtig mitgehen 🙂

Und dann habe ich noch etwas ganz Essentielles gelernt: Einen Mann lieben ohne Angst.

Ich-wir haben nämlich in der Klinik Severin kennengelernt. Das ist der, vor dem Paula und gewarnt hat und vor dem Belinda uns „schützen“ wollte. Das ist ein Teil der Erlebnisse, der eigentlich einen eigenen Beitrag braucht, weil ihr sehr verwundert sein werdet, wenn ihr jetzt lesen werdet, was ich schreibe. Dafür wird es eine genauere Erklärung brauchen… es hat sich verdammt viel ereignet in den letzten Wochen…

Auf jeden Fall – zwischen ihm und uns-mir läuft etwas. Ich würde nicht sagen, dass wir schon verliebt sind. Er und ich. Aber es sind zumindest Gefühle und Interesse füreinander da. Wir waren schon auf mehreren Dates. Wir haben uns geküsst. Er nimmt meine Hand in der Öffentlichkeit. Und küsst mich auf die Schläfe und die Stirn. Er hält mich fest und er strahlt so eine Ruhe und Bodenständigkeit aus, dass er mir in fünf Minuten den Stress von mehreren Tagen nehmen kann. Er holt mich innerlich und emotional ab. Er bringt mich zum Lachen. Und er hat mich-uns getriggert. An einem Abend. Dazu schreibe ich auch in einem anderen Beitrag, wenn ich mehr Zeit habe.

Ich konnte mit ihm am nächsten Tag darüber reden. Ich habe ihm von Missbrauch aus der Kindheit erzählt, und dass es mir schwer fällt, vor allem von Männern berührt zu werden. Er nahm mich in den Arm. Er hielt mich und sagte, es tut ihm leid, was ich erlebt habe, was auch immer das war – und wenn er mich irgendwo berühren sollte, wo ich es nicht möchte, ich ihm das sagen darf. Und er sagte es ehrlich. Er drückte mich nämlich leicht von sich weg und sah mir dann in die Augen, während er das sagte. Es war nichts Aufgesetztes oder Überspieltes in seinem Blick zu erkennen, sondern wirklich nur absolute Aufrichtigkeit.

Seitdem wird das gegenseitige Interesse größer. Wir können sehr viel miteinander reden. Auch tiefgründig. Wobei ich feststelle, dass Männer wirklich auf einer ganz anderen Ebene tiefgründig sind als Frauen – er nochmal speziell. Er ist ein Kopfmensch, aber genau das ist mein-unser Gegenpol, der uns absolut runterbringt und abholt. Wir wissen beide noch nicht, ob das zwischen uns eine Zukunft hat. Ich glaube, wir wissen beide auch noch nicht, ob wir wirklich verliebt sind. Aber wir genießen die Zeit miteinander. Es ist ohnehin alles noch im Kennenlern-Stadium, aber es ist verdammt schön und so leicht und mit Cia und Belinda und Bahira noch tausendmal leichter.

Heute gehen Severin und ich wieder ins Museum. Ich freue mich sehr, ihn zu sehen. Er ist wie ein Fels in der Brandung. Erholsamer als ein tiefer Schlaf… 🙂

Und irgendwann die Tage versuche ich mal mehr zu erzählen. Denn es war alles verdammt aufwühlend und kompliziert – aber wahnsinnig bereichernd…