Morgen gehts los – Endlich!

Morgen fahren wir endlich los Richtung Ungarn. Und ich freue mich! Ganz ehrlich, ich freue mich seit so langer Zeit darauf – und es wird auch regelmäßig Updates mit Bildern geben, einfach, damit einige Leser beruhigt sind und bisschen mitverfolgen können, dass es uns dort gut geht und wir dort keine Gewalt erleben. Ich weiß nicht, wieso alle davon ausgehen – wirklich alle, sogar Frau Blume. Aber niemand braucht Bedenken zu haben, weil uns dort nie irgendwas Gewaltsames widerfahren ist.

Ungarn ist seit wir denken können immer ein Zufluchtsort gewesen. Allein schon wegen der Menschen, die dort leben. Rita und Béla sind und waren schon immer wie Zweiteltern für uns. Als wir damals mit Kora, unserer ersten Partnerin nach Ungarn gefahren sind, und wir Angst vor der Reaktion unserer Familie dort hatten, meinten Rita und Béla zu uns: „Jeder, der dich liebt, den lieben wir auch.“ Sie sind zwar sehr religiös (evangelisch) und gehen jeden Sonntag in die Kirche, aber gegen gleichgeschlechtliche Liebe haben sie nichts, solange die Person wirklich gut mit mir umgeht, akzeptieren sie jeden. Sie sind außerdem vermutlich die gütigsten Menschen, die ich je in meinem Leben kennengelernt habe. Ich kann kaum erwarten, sie morgen Abend endlich wieder in meine Arme zu schließen.

Und am meisten freue ich mich natürlich auf Emmy und *Amelie. Meine Cousine und ihre Familie haben extra ein halbes Jahr auf die Taufe gewartet, damit wir dabei sein können. Und Emmy ist ja wie ein eigenes Kind für uns. Ich bin sehr gespannt, ob wir zu Amelie auch so eine Bindung aufbauen können/werden, oder ob Emmy wirklich etwas Besonderes bleibt.

Heute wird noch einmal ein anstrengender Tag. Um 12 kommt Mona zum Kaffee trinken, zwischen 13 und 14 Uhr wollten uns noch Lara und *Merry besuchen. Um 15 Uhr werden wir von unserem Vater abgeholt (wir haben noch NICHTS gepackt), dann kommt Cia nochmal vorbei. Danach wollten wir die Klinik, also Belinda und Paula und Frau Soley besuchen gehen (wir hatten am Mittwoch mit ihr telefoniert) und nach dem Besuch in der KLinik schlafen wir die letzte Nacht in Deutschland bei Severin. Wir werden am Samstag um halb sechs aufwachen und verschwinden müssen (er weiß bescheid), weil meine Eltern zwischen 7 und 8 losfahren wollen. Aber ich will unbedingt die letzte Nacht mit ihm verbringen.

Dann ist da noch so einiges passiert, aber das erzähle ich später, weil jetzt muss ich erst einmal zur Arbeit.

6 Kommentare zu „Morgen gehts los – Endlich!

  1. Hey, ich fürchte, hier gehen alle davon aus, weil es einige von euch hier im blog und so schon öfter berichtet haben. Da bringen leider auch Bilder nichts, um das zu beruhigen.
    Viele liebe Grüße

    Gefällt 2 Personen

  2. Hmpfff ja… ich erinnere mich auch an einige Einträge, die nicht nach einem normalen, erholsamen Urlaub klangen… 😦
    Das ust echt nicht fair… deine Freude ist so deutlich und offensichtlich gabt ihr ja auch tolle Momente dort, tolle Leute… nur ja, das scheint leider nucht das einzige dort zu sein
    Denken an euch ❤

    Gefällt 3 Personen

  3. Hey, jetzt bin ich mal am Laptop und kann mal etwas ausführlicher schreiben.
    Kann es sein, dass es Dir geht, wie die letzten Jahre?
    Du hast Dich schon immer so sehr auf Ungarn gefreut, oder? Das kann ich sogar verstehen. Immerhin siehst du da auch Menschen wieder, die du magst.
    Letztes Jahr habt ihr nach dem Urlaub etwas sehr interessantes geschrieben. Ihr wusstet nämlich nach dem Urlaub kaum mehr etwas, was ihr im Urlaub gemacht habt. Außer, dass er toll war. Aber warum, war nicht bekannt.
    Ein Jahr erinnere ich mich noch. hattet ihr von Ari das Angebot, dass sie euch im Notfall abholen würde und ihr habt sehr doll darüber nachgedacht und euch nicht getraut sie zu fragen. Ihr wolltet dort nur noch weg, am liebsten sofort.
    Euch war damals tagtäglich übel. Zu allem Überfluss hattet ihr dort Gebäude wiederentdeckt, die in euren Flashbacks vorkamen.
    Bitte schützt euch bestmöglich und nehmt euch gegenseitig ernst, bevor der letzte Klinikaufenthalt „für die Katz“ war. Schaut auf euch und denkt dran, die wichtigsten Menschen in eurem Leben seid ihr selber.
    Die letzten Male kamt ihr immer sehr destabilisiert aus Ungarn wieder und wolltet alles an Hilfen jedesmal abbrechen.
    Du brauchst hier niemanden überzeugen, dass es keine Gewalt gibt. Unser Leben verändert sich dadurch nicht. Aber euch betrifft es, denn mit den Folgen der Gewalt lebt ihr.
    Versucht euch Ruhezeiten zu gönnen. Vielleicht könnt ihr eine Taschenlampe und einen MP3-Player mitnehmen, um nachts oder auch tagsüber Ablenkung zu haben.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächsten Wochen und hoffentlich auch ein bisschen Spaß und vor allen Dingen, eine gewaltfreie Zeit dort.
    Wir denken an Euch
    Viele Grüße

    Gefällt 4 Personen

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