Viel zu erzählen, aber keine Worte [R]

Ihr Lieben,

es ist sehr still bei uns geworden auf dem Blog. Ich würde es gerne ändern, aber wie ja schon oft erwähnt, bin ich nicht die große Bloggerin und da ich – ja, immer noch ich – da bin und den Alltag übernehme, kommt das halt irgendwie ein wenig zu kurz.

Hauptsächlich schreibe ich eigentlich nur, damit keine große Sorge um uns entsteht, wenn wir nicht so aktiv sind. Im Moment ist alles in Ordnung, denke ich. Wir versuchen seit einigen Wochen irgendwie Lösungen für die nächsten zwei Wochen zu finden. Es stehen ein paar Tage an und wir haben nicht die optimalste Lösung, aber doch besser als gar nichts.

Es wird einerseits schwer, weil die Person, bei der wir unterkommen können, nichts von unserem Hintergrund weiß, aber es ist tausendmal besser als eine Geschlossene. Das kann ja auch keine Dauerlösung sein. In ein, zwei Jahren werden wir auch alleine wohnen und da werden wir ja auch nicht jeden Monat für zwei Wochen in die Geschlossene gehen können-wollen. Die Tage die anstehen werden außerdem wirklich getrennt gefeiert. Zu Ehren von soundso. Möchte die Namen nicht nennen, ist ein Glaubens-Ding, weil wir uns hier nicht der „Religion“ bekennen wollen (und nein, es ist nicht der „Satanismus“…). So wie andere Jesus seine Auferstehung und sowas feiern, feiern wir eben gewisse Menschen die prägend waren in der Geschichte unserer „Religion“. Es sind also in den nächsten zwei Wochen „nur“ drei Tage, die unabhängig voneinander gefeiert würden, aber da schon eine Woche vorher der Drang anfängt, dass man zu wollen hat, dort zu erscheinen, sind wir lieber schon eine Woche früher weg. Klar ist die Person jetzt nicht bekannt mit unserem Hintergrund, aber sie bedeutet uns sehr viel, wir fühlen und wohl bei ihr und dort, wo sie wohnen (sie und ihr Freund), ist nicht gerade in der Innenstadt. Ich könnte also nicht einfach so mir nichts, dir nichts in den nächsten Bus steigen und sagen „So, bin dann mal für ein paar Stunden beim Abendtisch“. Ja, man könnte hier jetzt spekulieren und es ist auch nicht abzustreiten, dass man jederzeit abgelöst werden kann und dann Höhere aus unserem System übernehmen, aber wenn wir nicht endlich zumindest versuchen Eigenverantwortung zu übernehmen, können wir nie erfahren, ob das klappt.

Ich muss sagen, ich bin leicht nervös wegen der kommenden zwei Wochen, aber … irgendwie habe ich das Gefühl, wir haben endlich mal etwas getan. Uns selbst für etwas entschieden. Und uns selbst gekümmert.

Spätestens, wenn wir zurück sind, melde ich mich wieder.

Und danach muss ich nochmal nachdenken, weil nicht einmal ne Woche später gibt es wieder einen Zeitraum, in den ich uns in Sicherheit bringen muss und dieser Zeitraum ist leider kein (im Vergleich) harmloser Festtag zu Ehren von gewissen Menschen.

Ich werde jetzt ein Thema ansprechen, das tief geht, das sehr triggernd sein kann, das wirklich, wirklich beschämend und schmerzhaft sein kann, vor allem, wenn man es selber kennt. Eigentlich werden wir uns damit sehr verwundbar machen, aber ich möchte diese Grausamkeiten nicht für uns behalten. Eigentlich würde ich sie am liebsten der ganzen Welt ins Gesicht schlagen, damit sie endlich verstehen, was es noch bedeutet, außer körperlicher Gewalt, was passiert! Den Mut dazu habe ich nicht, ganz ehrlich, deshalbe werde ich dieses Thema ich in einem extra Eintrag angehen, weil ich nicht weiß, ob ich es wirklich öffentlich stehen lassen kann oder nicht doch noch auf ein geschützten Eintrag abändere. Bitte lest mit äußerster Vorsicht weiter.

Über die Demütigung, Entwertung, Verdrehung und Dynamik der „Szene“

 

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