Innen- und Außenkommunikation.

Ich hörte heute beim Reden mit Mona, als es um Liebe und Gefühle und Zugänglichkeit und Verbundenheit und Tieferes ging aus dem Innen: „Ich bin 25“

Ich lauschte mit einem Ohr bei Mona, mit dem anderen schon im Innen: „Das stimmt aber nicht ganz“, antworte ich gedanklich und leicht irritiert, leicht erschrocken sogar. Bin ich wirklich schon 25?! Geburtsjahr abgerufen, schnell gerechnet – Schreck las nach! Keine paar Jahre Blackout.

„Ich bin 25“, wiederholt es innen und ich bin nicht überzeugt davon. Höchstens meint sie, 25 zu sein. Und weiter sagt es „Ich bin 25 und ich möchte nächstes Jahr ein Kind gebären.“

Ich stocke im Reden. Während dieser Gedanke kam war ich gerade in einem Satz an Mona und stockte. Mona sah mich abwartend an und versuchte mich wieder aufs Pferd zu heben: „…. du weißt nicht, ob es Gefühle von…..?!?“ ich starre sie an, in meinem Kopf hänge ich an dem Satz, der mir von innen zugeworfen wurde und ich rudere.

„Ähm…“, Mühe, den Faden wieder aufzugreifen, „… also ich weiß nicht, ob es wirklich der Wunsch ist Teil von ihnen zu sein, oder nicht eher der Wunsch Teil von etwas zu sein, was die beiden haben.“ (Es ging um zwei Menschen in meinem Leben). Und nachdem ich Mona antworte, antworte ich schnell nach innen: „Wir sind nicht 25 und ich möchte kein Kind. Auch nicht mit 26.“

Mona ist schon mitten in ihrem Satz und ich bin durcheinander. Ich bin 25. Wer von uns meint 25 zu sein? Und aus welchem Grund? Und wieso will sie ein Kind kriegen?

Ich höre sie den Rest des Gesprächs mit Mona nicht mehr. Mona sagt, sie würde sich an Stelle der Person wünschen, ich würde offen mit ihr sprechen, doch ich sage ihr, dass ich das nicht möchte, weil sie mir dann mit Sicherheit Entscheidungen abnehmen möchte, in der Meinung, mir damit das Beste zu tun. Aus Erfahrung wissen selten andere Menschen was das Beste für mich ist. Es ist im Endeffekt immer eher das Bequemste für sie, nicht das Beste für mich.

Es war ein gutes Gespräch und es war ein mutiges Gespräch, denn eigentlich wollte ich nicht darüber reden. Mit niemandem. Aber ich dachte über einiges nach. Darüber, dass ich nur dann wahre Beziehungen führen und eingehen kann, wenn ich mich anderen öffne – und ehrlich zu mir selber bin.

Ich habe das was in mir ist, in solchen Worten wie an Mona noch gar nicht an mich rangelassen. Und Worte für das in mir, habe ich nicht alle ausgesprochen, aber durchs Reden sind gewisse Klarheiten in mir angeschwungen… ich seh für mich jetzt besser, klarer, auch wenn noch keine wirkliche Klarheit greifbar ist. Wenigstens weiß ich, ich belüg mich jetzt nicht mehr selber. Die Frage ist, ob ich die betreffenden Personen mit einbeziehe, oder ob ich abwarte und schaue, ob sich für mich selbst noch etwas verändert.

Ihr versteht vermutlich kein Wort von dem, was ich gerade schreibe. Es ist ehrlich gesagt auch sehr wirr, aber ich möchte hier auch nicht viel mehr ins Detail gehen.

Wir waren heute Eis essen, ich hatte zwei schöne Spaziergänge mit Jimmy, die Sonne hat geschienen, den Rest des Tages verbrachte ich im Garten auf der Picknickdecke (so wie jetzt auch noch), habe gelesen, geschrieben… und nachgedacht.

Es war wieder ein schöner Tag. Ein Tag nach dem anderen geht rum. Und es passiert nichts, was mich daran erinnern würde, dass ich von irgendeinem Kult-Hintergrund betroffen wäre. Das ist seit Tagen irgendwie nur noch nichtssagende Theorie.

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