Vielleicht ist der Zug abgefahren (ausdrücklich TW schon in den ersten Zeilen)

Wir hatten am Sonntag den Suizidversuch. Ja, nachts. Das, worüber wir nicht öffentlich schreiben wollten erstmal, weil naja… so halt. Und nein, wir hatten es weder angekündigt, noch haben wir uns die Tabletten eingeworfen und danach nach Hilfe geschrieen. Wir sind ja sogar extra wohin gefahren wo wir wussten, sie würden keinen KTW rufen, selbst WENN man uns noch finden würde.

Eigentlich war es so spät und sehr unwahrscheinlich dass man uns findet… da ich seitdem keinen Kontakt mit jener Person hatte, weiß ich nicht wieso sie wach war. Wir haben schööön darauf gewartet dass unser Herz aufhört zu schlagen. Bei muskellähmenden Schlaftabletten habe ich das zumindest erwartet. Herzstillstand. Schließlich ist das Herz ja bloß ein Muskel. Wir SIND ja auch eingeschlafen. Ich weiß nur nicht wie lange und ich will auch gar nicht detailliert dazu schreiben, weil… es nicht lesenswert ist… auf jeden Fall hat man uns gefunden… Und nein, wir haben es nicht auffällig getan, nein, wir haben es bei NIEMANDEM angekündigt, nein, wir haben keinen Hilferuf gestartet… wir wurden NICHT ins KH gebracht, da lagen wir zumindest richtig, dafür hat man uns aber den Finger in den Hals gesteckt. In den schwachen Erinnerungen die ich da von der Benzos Dröhnung noch hab, hat sich das wie STUNDEN angefühlt.. aber ich glaub weil der Körper in so nem Schlaf-Wach-Zustand war… ich weiß es nicht… es war einfach ein Horror.

Und dass ich das NICHT geträumt habe wusste ich auch nur, weil am nächsten „morgen“ (Vormittags) Kotze in meinen Haaren hing… so eklig es auch klingt, tut mir leid…

Und der Körper weh tat… (auch ne andere Geschichte)…

Ich dachte eigentlich, wenn der „Rausch“ nachlässt, würde mich noch irgendwann rasende Wut auf E und M packen, die uns haben da kotzen lassen. Die diese „Heldentat“ begangen haben. Ich dachte echt, ich würde noch in Wut explodieren… dass man uns „gerettet“ hat… der Montag war dann eh Horror. Für den ganzen Körper. Ich habe mich den ganzen Tag Matsch gefühlt, von den irren Schmerzen am Körper ganz abgesehen… vielleicht hätte ich auch noch ins KH gesollt… (irgendjemand erwähnte das… )… aber wozu? Es hätte wieder nur nach einem Hilfeschrei ausgesehen, was es nicht war. Es liegt mir nichts daran, gesund zu bleiben, gerettet zu werden, von irgendwelchen Gedanken abgehalten zu werden. Es war mir eigentlich egal, ob da noch was im Magen ist, wobei ich das eh nicht glaube… denn die Medis die wir genommen haben gehen glaube ich ins Blut? Ach, keine Ahnung, ich habe mich da nicht besonders schlau gelesen vorher, ganz ehrlich.

Am Abend erfuhr ich noch von einem Todesfall eines Familienmitglieds. Meine Eltern waren … empört(?)… dass ich so gleichgültig reagierte. Er stand mir nicht nahe, und sorry, dass wir gerade nicht in Tränen zergehen dass jener Mensch tot ist. Er hat auch nur Leid über die Familie gebracht. So hart es auch klingt. Auch da warte ich noch drauf, dass ich diese Worte früher oder später bereue. Aber… im Prinzipi bringt jeder in unserer Familie nur Leid…. und Schrecken. Auf seine ganz eigene Art und Weise… aber das ist auch ein anderes Thema.

Gestern waren wir bei Frau Honig… sie wusste bescheid von dem Versuch. Und ihre erste Frage in der Stunde war, was passiert ist, Sonntagnacht. Wir hätten darüber reden sollen. Hätten wir, ich weiß… aber wir schüttelten den Kopf. Ich bin es leid, darüber zu reden. Bin es leid, dass alle denken wir machen damit nur Spaß und es ist ein „Hilferuf“. Ernst genommen wird es eh erst, wenn wirklich einer tot ist. Es ist ja auch egal…. wir haben nicht darüber geredet. In der Stunde ging es um unsere Vorgeschichte… die wir irgendwie in so nem hochdissoziierten Zustand total inhaltlos und stichpunktartig beantworten konnten (sie stellte Fragen)… bis zu dem Moment ind er Stunde, in der mein Papa gefühlt tausendmal anrief… Und das die einzige glasklare Erinnerung an die Therapie ist. Nur der Name von meinem Papa auf dem Handy Display (wir haben das Handy als Vertrauensbeweis offen in der Stunde zwischen Frau Honig und uns liegen, seitdem wir ja aufgefordert wurden von einem Außenmenschen, die Stunden aufzuzeichnen) Deshalb sah Frau Honig eben auch den Anruf… der crashte uns eben voll weg. Und dann hatten wir das Handy in der Hand, ich weiß nicht wieso. Vielleicht um den Anruf abzulehnen? Dann tauchte aber eine Nachricht vom Frater auf (Orden…) Es war bloß ein Feuer-Emoji. Aber das ließ mich (im Bewusstsein) völlig wegkippen. Das ist das Letzte woran ich mich aus der Stunde erinnere. Wie der Rest verlief weiß ich nicht mehr. Nur noch wie wir nochmal bei ihr in der Tür standen und sie uns Termine gab.

Wir saßen ja auf dem Boden, weil ich keine Position auf dem Stuhl finden konnte, die nicht schmerzt… (zwischen den Beinen). Dort tut es nämlich immer noch weh. Gestern weniger als am Montag und heute weniger als gestern. Aber gestern konnte ich noch nicht einmal auf dem Stuhl sitzen, weshalb wir fragten ob wir auf dem Boden sitzen könnten. So war das dann eben in der Stunde. Aber weil der Körper eben so krass dissoziiert war die ganze Stunde über, kann ich mich auch nicht erinnern ob wir da Körperschmerzen hatten? Ist ja auch egal.

Ich rede um den heißen Brei… Fakt ist, das bei mir gerade alles aus den Fugen gerät und ich mich langsam frage, ob der Zug für uns abgefahren ist. Die Sinnhaftigkeit in dem, was ich tue, kommt einfach nicht zurück. Ich schlepp mich von einem Tag zum anderen, nichts davon nehme ich wirklich wahr, es ist wie in einem Rausch zu leben und der Rausch der meinen Kopf vernebelt sind nur noch die Gedanken an den Tod.

Auf dem weg zu Frau Honig sind wir die Gleisen entlang gelaufen und jeder Schritt bis zu den Rolltreppen war der Gedanke da „nur ein Schritt nach rechts, und es ist alles vorbei“… der Körper hat gebrannt vor Adrenalin. Wir sind jetzt den dritten Tag bei den Eltern, bräuchten eigentlich längst eine Krankmeldung… wir haben 100 x versucht unsere Hausärztin zu erreichen, schrieben auch eine Mail, dass es ein Notfall ist… wir erreichen sie nicht. Heute war unsere Hoffnung, dass die Betreuer uns sagen können, ob die Psychiaterin die da zur Einrichtung gehört da ist, damit wir mit ihr reden können, aber sie ist krank. Ab heute hätten wir eine AU gebraucht… bei der Dermatologie, wo wir noch einmal waren heute (weil die Wunde ja nachgeblutet hat und sich da ne mega Kruste gebildet hat und wir das Pflaster nicht abkriegen), da meinten sie, „Für sowas brauchst Du doch keine Krankmeldung“ und was soll ich sagen? Recht hat sie. Für so eine OP brauche ich keine Krankmeldung. Und… was soll ich NOCH sagen? Ich bin es leid jedem Menschen nur aus meiner Not heraus und nur weil ich etwas brauche, von meinem psychischen Knacks zu berichten, zumal es eine Dermatologie nicht interessiert. Keine AU. Klar war da auch gleich die Panik „na toll… Kündigungsgrund in der Tasche“… und der psychotische Mitbewohner war ja noch nicht einmal der Anfang… und auch das hat wieder nur diese Gedankenspirale ausgelöst mit: Egal was wir tun, nichts funktioniert. Nicht einmal so eine lächerliche AU sind wir imstande zu bekommen.

Und was ganz neu war ist, dass ich mich NICHT drüber aufgeregt habe… dass ich NICHT in Panik ausgebrochen bin, dass ich meinen Job verlieren könnte… aber überrascht hat es mich nicht… die Gleichgültigkeit ist seit ca. zwei Wochen (eigentlich exakt seit dem Tag der gefühlt 100.000ten Absage einer Schutzstelle) mein bester Freund und engster Vertrauter. Es ist mir EGAL… ob ich meinen Job verliere. Es ist mir egal ob ich lebe oder sterbe, es ist mir egal, ob ich Gewalt erlebe oder nicht, es ist mir egal, ob wir anderen wichtig sind oder nicht, es ist mir egal, ob man uns glaubt oder nicht… mir ist einfach alles egal… So egal, dass ich nicht einmal mehr die Lust habe, einen aktiven Suizidversuch zu starten, denn selbst der sicherste ist in die Hose gegangen, hat mich nur Mühe gekostet und mehrere Punkte in der „die will nur Aufmerksamkeits-Kasse“ *DING DING DING DING* (hört ihrs?) einkassiert. Ne… ich lass es…

Ich bin so völlig am Ende, und ich habe nicht einmal mehr die Lust zu sagen, „ich kann nicht mehr“, denn ich glaube das schreien wir auch schon seit Wochen rum und wird eh nicht ernst genommen. Ich lass es einfach mal so stehen.

Die Gleichgültigkeit… dass hier alles soooooooo gleichgültig ist. Gleichgültig mit aaalllleeeem was in uns abgeht… vom toten Baby vor zwei Jahren, von den Albträumen, von der Tatsache eigentlich echt viele Menschen zu kennen, aber doch total allein zu sein und dass eigentlich jeder Mensch in Schicksalsschlag-Momenten alleine ist. Wir sind also zumindest damit nicht allein. Vielleicht ist das auch nur ein Trost Gedanke, um nicht ganz so erbärmlich zu wirken… vielleicht ist es aber auch wirklich so. Wir hängen uns hier ja auch nicht an Kommentaren oder Reaktionen auf, der Blog ist ein Ventil um Scheiße los zu werden (und nein, wir kriegen keine aufbauenden Mails oder so, wennn wir welche kriegen, sind es häufig eher Anfeindungen)… ABER worauf wir hängen bleiben ist die Realität. Es ist anders zu sehen, dass hier täglich ca. 200 Menschen lesen was in uns abgeht, aber es ist etwas anderes, wenn man in der Realität weiß wie viele Menschen uns kennen und jeden Tag sehen, aber wir sitzen trotzdem jeden Tag, viele Stunden alleine auf unserem Bett im Kinderzimmer. Alleine in einem Kaffee oder auf einer Parkbank oder in einem Treppenhaus… mit unserem Tagebuch. Wir schreiben und das ist vieleicht das einzige was wir haben.

Ja, wir haben eine A., wir haben eine Frau Honig. Aber sie sind halt nicht das, was wir uns wünschten. Menschen, bei denen wir wüssten, wir bedeuten ihnen was. Vielleicht wahre Freunde, die man so braucht. Welche, die neben einem sitzen, egal obs einem gut geht oder schlecht… selbst wenn man nicht drüber reden muss. Aber wir sind nur umgeben von… Erwachsenen… Arbeitern… die Geld bekommen für ihr da sein, deren Job es ist uns zuzuhören… wir wünschen uns doch nur EINEN Menschen auf den wir uns verlassen könnten… nur einen einzigen… nur eine einzige verlässliche, echte Freundschaft… ich weiß nicht, wieso … ich weiß es liegt an uns… es liegt immer an einem Selbst (das Spiegelgesetz und so…) aber… das tröstet echt wenig… so einen wirklichen Wert in diesem Leben sehen wir nicht… denn wir können wir auch erwarten Freundschaften aufzubauen, wenn wir nicht in der Lage sind Kontakte zu halten? … und eigentlich können wir gut damit umgehen alleine zu sein… nur hätte ich nicht gedacht, dass es letzten Endes der Punkt sein wird der mich so leicht Entscheidungen treffen lässt… dass es eigentlich gar nicht schwer ist aufzugeben, wenn man weiß, man hat für niemanden auf dieser Welt eine wirklich bewegende Bedeutung. man hört es hier und da „Du bist uns wichtig“… auch hier im Blog (und tut mir schon im Vorauf leid für die, zwei Leute, die das öfter hier sagen), aber wie kann man sowas sagen, wenn man jemanden nicht eimal persönlich kennt? Und dass das hier nicht ankommt ist hoffentlich nicht…. verwerflich… denn von jenen Personen die uns das hier hin und wieder schreiben, haben wir übrigens KEINEN persönlichen Schreibkontakt.

Eigentlich ist meistens Schmetterling für uns da, wenn wir in richtigen Krisen und wirklich am Boden zerstört sind. Und obwohl das sowas wie ein Lichtblick sein sollte… ist es eher ein total zerschmetterndes… Gefühl… weil auch der Kontakt eben „nur“ virtuell ist. Und ich frage mich was … sooo falsch an uns ist… dass man im realen Leben kaum Umgang mit uns pflegen möchte… man uns so leicht aufgibt… was an mir ist so falsch oder furchtbar?………

Aber eigentlich will ich auch darauf keine Antwort, weil sie mich tief innen gar nicht mehr wirklich interessiert… ich weiß, der Beitrag klingt  grad sehr nach Selbstmitleid… aber ich brauch das grad… und es ist mir auch egal was hier irgendjemand darüber denkt… denn in meiner Haut steckt niemand außer ich. Damit muss ich irgendwie leben. Oder auch nicht… denn es ist mir soooooooooooo schrecklich egal… was mit mir passiert… oder meinem Leben…

Und ich weiß, genau das wäre vielleicht ein Thema für Frau Honig in ihren Stunden… aber sobald wir vor ihr sitzen, ist nichts mehr da, was uns bewegt. Wenn vor ihrer Tür noch unsere Welt in Trümmern liegt oder sie über uns einbricht… ist es, als würden wir in ihrer Stunde auf diesen Trümmern sitzen und die frische Luft da oben atmen. Als wäre es unser Zuhause, als wärs normal und vertraut— sie wir vielleicht nie erfahren was das alles wirklich in uns bedeutet…

Meine Träume bringen mich um

Schon wieder … ich halt es nicht mehr aus 😫 schon wieder so ein Traum. (TW), in dem wir eine PUPPE mit uns rum getragen haben, weil unser echtes Baby tot ist.. vorher hatten wir mit einem Kriminalpolizisten geschlafen…. btw.. einer der wirklich vor 4 Jahren mal mit uns geschlafen hat (und sich eeeeeiiigentlich strafbar gemacht hat, weil wir minderjährig waren.. und er … naja.. ü 30) .. und wovor wir uns damals dann schon mega geekelt haben.. 😫😭 aber im Traum waren wir… verliebt oder/und in einer Beziehung oder so… und danach musste ich aufbrechen und nahm halt diese lebensechte Puppe als Baby Ersatz mit…. und ich weiss nicht wo wir hinkamen.. aber wir waren plötzlich im Garten von der verstorbenen Tante. Und… omg ich glaub ich weiss wieso wir davon geträumt haben.. so intensiv von Tante E.‘ Garten…und den erkenne ich selbst nach 10 Jahren … detailliert …. alles, jede Ecke. Aber das ist bei uns ja bei Räumlichkeiten und Umgebungen oft so. Wir wissen zwar oft nicht mehr wo was war… aber die Räumlichkeiten könnten wir fast bis aufs Detail skizzieren.

Naja… wir wollten nur durch den Garten laufen und durch die Gartentür wieder raus. Und .. dann haben wir aber Stimmen gehört und waren mit den Eltern plötzlich unterwegs. Und im Haus… mir ist alles so zerbrochen.. in mir. Diese Erinnerungen und wie sehr ich Tante E geliebt habe. Sie war das Beste in unserer Familie….

Da kamen dann plötzlich die Menschen auf uns zu und es war Onkel F und eine ältere Omi. Omg.. onkel F habe ich seit Tante E ihrem Tod auch nicht mehr gesehen und …. einerseits freute ich mich, andererseits nicht, denn ich wusste mittlerweile dass er Katzenbabys getötet hat usw. … aber er war halt trotzdem noch DER Onkel F. … den wir so liebten… ach man 😔

Dann kam diese Omi und weil wir das Gefhö hatten, wir wären in ihr Haus eingenbrochen (weil es ja nicht mehr Tante E gehört) hatten wir das Gefühl ihr die Pupoe schenken zu müssen und sie nahm es an. Dann wollte sie uns Ttaubensaft holen und ik dem Moment hielten wir den Gedanken nicht aus das Puppen-Baby bei ihr zu lassen also schnappten wir es schnell von dem Stuhl wo sie es abgesetzt hatte und versteckten es vor dem Gartenzaun neben Papas Auto unter einem Rümepltisch…

Und dann das Schlimme… mochmal TW

Dann kam.der kleinere Hund vol denen. Ein Chihuahua.. es war eh schon die ganze Zeit im Traum nebenei als nebensächliches Detail.aufgefallen, dass es ständig am Pieseln und Markieren war… und dann sajen wir dass er die Puppe anpieselt… und.. o😭 wir sind hingersnnt, haben ihnr weggeschlagen und er ist mit den Rippen an so ein Stein Gartenpfosten. … sofort sind wir hingerannt.. haben ihn hochgehoben und gleich geheult.. weil wir merkten dass er komisch atmet.. wussten gar nicht was wir tun sollen, sind mit ihm in den Armen rumgerannt im Gsrten und er …hat immer komischer geatmet… und… ist dann in unserer Hand gestorben… wir haben nen unschuldigen kleinen Hund getötet.. 😭

Ich versteh nicht wieso meine Träume mir das antun.. bitte das soll aufhören… ich mach das sonst echt nicht mehr lange mit 😭😭😭 ich will wenigstens im Schlaf von dem Horror in Ruhe gelassen werden.. bitte…. 😭

Persönliche Frage an euch (Viele)

Kommt jetzt vielleicht komisch, und ihr müsst auch nicht antworten. Ich weiß nicht mal, ob ich überhaupt Antworten bekommen werde, denn obwohl wir eigentlich täglich echt ziemlich viele Aufrufe haben, kriegen wir im Schnitt dafür aber wenige bis gar keine Kommentare oder Reaktionen. Aaaber ich weiß ja natürlich auch nicht wer alles unseren Blog liest und ob da die Mehrheit Viele-Menschen oder Einsmenschen sind. Aber trotzdem versuch ichs mal mit ner Frage an euch, weil mich das schon länger beschäftigt und ich glaube, da können mir nur andere Viele-Menschen Antworten drauf geben.

Und da ich ja persönlich „nur“ mit zwei Vielen engeren Schreibkontakt habe, würde mich das schon bei mehr interessieren…

Es geht um die Kleinen im System. Und ich weiiiiß ich weiß, ist meistens ein heißer Ball. Auch bei uns. Wir reden nicht viel von unseren ganz kleinen (also alles unter zehn, acht Jahren)

Aber im Kontakt mit einer der Schreibontakten fiel uns gerade etwas auf, weil es eben um die Kleinen ging und wir uns halt fragten, wie das bei ihr so ist. Bei uns werden Kleine zum Beispiel NIE von anderen Kleinen nach außen getriggert. Wir hatten im Haus (im Betreuten) ja eine die eine DDNOS hatte.. also auch Anteile, aber … irgendwie allt unter Kontrolle und immer im Bewusstsein über alle. Ihr Körper ist zwar 34, aber sie sagt sie sind mit 16 stehen geblieben… und viele Jungs im Kindalter. Und manchmal kamen ja welche zu uns mit ihren Autos, wenn z.b. ne Vierjährige von uns gerade vorm KIKA saß und Abendsendungen geschaut hat… aber sobald wir merkten, dass da ein anderer Kleines im Gegenüber ist, werden sofort die Älteren nach außen getriggert. In meinem Kopf denke ich natürlich, eigentlich sollte doch das Spielen die Kleinen triggern? Weiß ich nicht. Ist aber auf jeden Fall bei uns so.

Kleine werden von uns nicht von anderen Kleinen getriggert. Auch wenn wir zum Beispiel mit der Familie mit den Kindern zusammen sind, (auch biologisch Kinder), sind wir fast nie selbst mit den Kleinen im Außen. Immer sind dann die „Ältesten“ im System (meistens Körperalter) draußen und übernehmen dann halt die Beschützer-Rolle. Außer wo wir an nem Wochenende mal mit einer „Groß“cousine (zwei Jahre alt) im Spielhaus die Rutschen gerutscht sind… weil sie sich allein noch nicht traute… ja, da weiß ich noch, da waren kurz ein paar Kleinere von uns IN der Rutsche mit der Großcousine im Schoß (weil ich die Rutschfahrt selbst komplett verdisst hab, aber wir bestimmt fünfmal oder so mit der Großcousine gerutscht sind)… und später aber erzählt wurde von ganz Kleinen „das war sooo toll“ bei mir aber im Körper am Fuße der Rutsche nur ein „boooaaah ist mir schlecht“ da war.. (war so ne Wendelrutsche).

Aber das war die einzige Ausnahme die ich je erlebt hab.

Jugendliche werden bei uns krass von Jugendlichen getriggert… wobei ich da sagen muss, dass da bei uns vom Körperalter zu den Jugendlichen meistens keine Unterschiede gemerkt werden (liegt vlt auch noch am biologischen Alter)… nur dass wir dann eben manchmal hören, wir seien unreflektiert, bringen ne ungute „Dynamik“ ins Haus (Zitat Gruppenleiter)… oder „sollen uns doch mal erwachsen benehmen“… ( na ja… HA… selbst in unserem biologischen Alter hat man einfach noch gewissen unerwachsenen Unfug im Kopf. Auch als Einsmensch… also… aber nur mal so nebenbei).

Jetzt ist es aber so, dass seit wir ja eben in der WG leben UND seit Gw ja weg ist, diese ganz Kleinen nicht mehr im Außen sind. Was mir auffällt ist halt, dass sie für mich immer „unrealer“ werden, weil ich so gar keinen Bezug zu denen spüre. Der Kontakt bei uns im System funktioniert ja bisher nur im Außen. Also durchs Videos aufnehmen, tagebücher, Kommunikationsheft, der Blog, Zeichenn… etc. Aber nie im Kopf selbst. Das klappt irgendwie nicht. Klar haben so Innens (wie Lou) oder so.. wohl ein meeega Co-Bewusstsein. Aber wenn die so mit ihrer Crew in der Öffentlichkeit unterwegs wären, würde man uns vermutlich sehr schnell in eine Habmichlieb-Jacke stecken… Das ist wirklich weeeeird wie wir da Selbstgespräche führen und uns selbst auf abgerissene Gedankenfetzen usw antworten. Oder auf Fragen Antworten, die niemand laut gestellt hat.. (sehr krass, wirklich).

Und jetzt fragen wir uns halt, wie das bei anderen Vielemenschen ist. Könnt ihr eure Kleinen selbst nach vorne holen um sie mal ins Außen zu lassen? Wenn ja, was sind da die Umstände? Müssen sie sich sicher fühlen? Gewisses Spielzeug sehen/benutzen können? Puppen, Autos, etc? Oder ist bei euch das Co schon so gut, dass ihr als Ältere zum Beispiel mit den Kleinen zusammen draußen sein könnt? Werden eure Kleinen auch von anderen Kleinen ins außen geholt oder werden bei euch auch eher die Älteren dann nach vorne geholt?

Und dann frag ich mich, ist das „gut oder schlecht“, wenn unsere Kleinsten kaum noch im Außen sind? Steht das eher dafür, dass wir dann „stabiler“ werden oder bedeutet es eher, dass sie nicht weiter „reifen“ oder „heilen“ können?

Ich weiß, dass Frau Honig mir darauf keine Antworten geben kann, aber vielleicht können das ja hier welche, die selbst Viele sind? Und die vielleicht auch keinen Täterkontakt mehr haben? Ich weiß ja, dass das bei uns Thema ist, aber ich bin mir nicht sicher ob unser Täterkontakt der grund dafür ist, dass die Kleinen nicht raus dürfen/können, denn im Haus betreut waren sie ja mega oft da. Vor allem im Kontakt mit GW.

Vielleicht kriegen wir darauf keine Antworten, kann sein… wenn es zu privat ist würde ich es auch verstehen, oder vlt weil man bei uns gerade wegen dem TK wenig sich kommentieren traut (das Gefühl krieg ich nämlich langsam und würde es auch verstehen), aaaaaber ein Versuch ist es wert, weil wenn ich nicht hier fragen kann, wüsste ich nicht wo sonst, sonst sind wir nämlich nirgendwo „unterwegs“ wo wir andere Viele-Menschen „kennen“ :p

 

Für uns einstehen [letzter Absatz TW]

 

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Es sind schwere Dinge passiert… über die ich aber nur privat (hier: „Entfernt genug“)schreiben möchte. Aber damit es klar wird: Die Nacht war schwer und es war (wirklich) unsere Schuld. Was das alles ausgelöst hat und auslöst, kann ich gar nicht richtig in Worte fassen. Wir schrieben heute in der Zeit mit der vertrauten Bloggerin. Da waren noch jene im Außen, ganz offensichtlich, die total in der Not waren. Mitten im Schreiben bemerkte sie dann „ich glaube, Du bist nicht mehr jene, mit der ich vorhin noch schrieb“ (so ähnlich) und ich bemerkte auch … „Ja… ich glaube auch“… denn mir war der Faden total gerissen. Ich konnte auch nachlesen, aber die Wörter und Sätze verdrehten sich in meinem Kopf, als würden sie sich in einem Wirbelsturm verfangen und ich habe nichts mehr verstanden. Als sie… oh man, ich nenn sie einfach Schmetterling, weil mir wegen einer Assoziation da was einfällt. Also als Schmetterling dann nochmal kopierte und zusammengesetzt einfügte, was jene von uns in Not geschrieben haben, kam ein Lachen aus meinem Mund… wollte ich nicht. Es kam mir auch gleich sehr blöd vor, weil ich nicht wollte dass sie denkt, ich mach mir einen Spaß daraus, auch wenn ich weiß, dass Schmetterling das nieeemals denken würde. Ich sagte ihr auch, ich muss gerade darüber lachen, was da steht… aber es war wegen der Scham. Weil ich es peinlich fand… und weil ich faktisch zwar weiß, was nachts passiert sein soll, es aber im Gefühl nicht da ist. Ich bin im Kinderzimmer eingeschlafen und dort wieder aufgewacht. Dazwischen war (für mich gefühlt) nur der Schlaf. Faktisch haben andere/jene von uns, etwas anderes erlebt.

Ich weiß gerade nicht mehr hundert prozentig wie es weiter ging.. ich glaube Schmetterling bat uns, Frau Honig zu schreiben. Aber jene von uns (die da noch mit Schmetterling am Texten waren), wollten nicht schreiben. Es war mit zu viel Angst belastet und der Erkenntnis, dass wir Frau Honig noch nicht wirklich vertrauen. Sie fragte, ob sie Frau Honig schreiben dürfe, es aber nur tut, wenn wir wirklich sagen, dass wir es WOLLEN. Und wir wollten. Sie zeigte uns den Text, den sie an Frau Honig schrieb, dass wir gerne wollten dass sie bescheid weiß, was passiert ist, und wir uns wünschten sie würde sich melden, aber sie bitte nicht die Polizei rufen solle …. sonst würden wir abhauen… (und das Handy wegschmeißen und nie wieder zu ihr gehen).

In der Zwischenzeit sind wir eben gewechselt. Schmetterling meinte sie hätte es am Schreiben bemerkt. Wenn wir wechseln, wird unsere „Schreibweise lustig“…. also extrem viele Buchstaben vertauscht, Rechtschreibfehler… für mich liest sich das eher „verhaspelt“… aber das Thema kam schon mal bei einer anderen Person im Kontakt auf. Es gibt immer gewisse Trigger…. plötzlich schreiben wir mit zigtausend Rechtschreibfehlern und dann ist das Gefühl wohl da „jetzt schreib ich mit wem anderes“ und nur durch das Reflektieren von meinen Schreib-Gegenüber wird mir nach und nach klar dass das wirklich so ist… meistens sind das die Situationen in denen ich plötzlich „den Faden verliere“, das verhaspelte Schreiben auch gar nicht mitkriege (dissoziiere)… Das ist total verrückt aber unendlich logisch. So war das ja dann eben auch.

Mir ging (geht) es ja den ganzen Tag schon solala. Übelkeit war noch da… und ich weiß, dass wir das Haus verlassen haben, weil ich dachte uns fällt die Decke auf den Kopf (nachdem was nachts passiert ist)… und dann waren wir ca. zwei Stunden beim Bäcker einen Kaffee trinken… und eben mit Schmetterling texten. Und ich saß dann vollkommen in MEINEM Bewusstsein da. In MEINER Realität ist nachts nichts passiert. Ich habe geschlafen. Sage ich. Denke ich. Faktisch sagen viele von uns etwas anderes. Und ich meinte wohl auch, vielleicht habe ich das auch nur geträumt und die körperlichen Schmerzen sind Phantomschmerzen. Aber das ist Quatsch und das ist mir auch klar. Phantomschmerzen konnte ich bisher gut erkennen und auseinander halten. Das sind keine.

Und sie lassen stündlich auch nach.

Nachdem Schmetterling an Frau Honig schrieb, rief Frau Honig uns an. Sie fragte, was passiert sei, sie hätte gehört dass… *jenes* nachts passiert sei. Wo wir sind und was wir tun. Sagte, wir sind im Café. Wir hätten ja überlebt. Sie fragte, was sie tun solle. Ich sagte, ich weiß es auch nicht. Nichts. Wir hätten ja überlebt. Sie fand nicht gut, dass wir gerade alleine sind. Aber ich sagte, das sind wir immer. Wir haben das schon oft durchgestanden. Dann auch heute. Mehr erinnere ich von dem Gespräch gerade nicht. Es war auch nur kurz. Drei, vier Minuten… sie hatte keine Zeit. Wollte ne Stunde später anrufen.

Aber bis dahin hatten wir ja gewechselt. Da war emotional alles weg was nachts passiert sein soll. Ich weiß bescheid, so halbwegs, aber ich spürs nicht. Bis auf die Nachwirkungen am/im Körper.

wir hatten Frau Honig dann auch noch die Screenshots geschickt, in der jene von uns in Not geschrieben hatte. Auch dazu, dass ICH die Nacht anders wahrnahm. Ich habe geschlafen. Und dass ICH aber keine Gefühle zu Geschehenem habe…

Sie reagierte auch.. und im Schreiben merkte ich, wir haben eine Wut gegen sie. Ohne die geringste Ahnung, woher diese Wut kommt. Ich merkte, wie ätzend wir uns ihr gegenüber schon wieder verhielten. Trotzige, kurze und gereizte Antworten gaben. Ich fühlte mich ätzend ihr gegenüber. Sagte ihr noch „tut mir leid, wir verhalten uns schon wieder so scheiße“… und wollte schon wieder aufgeben. Kontakt funktioniert gerade irgendwie nicht. Aber Schmetterling scheint den Knoten gefunden haben,… sie bemerkte nämlich die Antwort, die wir nicht bemerkt hatten. Auf unsere Not-Nachricht kam von Frau Honig lediglich die Frage, ob wir die Berichte von der OP morgen mitnehmen könnten. Und plötzlich merkte ich, dass vermutlich das der Grund war, wieso gleich diese Wut ankam. Zwar musste Schmetterling uns da erst drauf aufmerksam machen, aber wenigstens konnten wir dadurch in uns reinspüren und den Knoten lösen. Und erst kam wieder „wieso wird unsere Not so übergangen?“ PLUS es wurde auch noch vollkommen von uns ausgeblendet, DASS Frau Honig die Not übergangen ist. Als wären diese Arztberichte gerade wichtiger als das, was nachts geschah. (Und da ging es wirklich um Leben und Tod…) Vermutlich kam also daher dieses Trotzverhalten und die Gereiztheit. OHNE dass ich den Auslöser gefunden hätte. Und hätte ich nicht Schmetterling als Gegenüber gehabt, wäre mir das nicht aufgefallen und ich hätte es wieder als „sinnlos“ empfunden. Hatte es ja auch schon geschrieben „verstehst du jetzt, was ich meine? Als würde man uns nicht ernst nehmen…“

Schmetterling bat, dass ich doch nun auch für jene Innens von uns spreche und für uns einstehe, die die Not auch SPÜREN, auch wenn ICH sie gerade nicht spüre. Dass ich Frau Honig doch drauf ansprechen soll, was mich gerade gestört hat. Dass ich nicht verstehe, wieso ihr die Arztberichte gerade wichtiger sind als unser Thema über die Nacht, in der wir hätten sterben können.

Es hat bisschen Überwindung gekostet aber dann dachte ich, wenn nicht ich-wir (die gerade vorne sind) wer dann? Wir sind emotional entfernt genug… und wir mögen uns nicht, wie wir so abweisend, ablehnend und .. teilweise wie ein Arschloch auf Frau Honig reagieren… Also teilten wir uns mit. Sagte ihr, ich verstehe nicht, wie sie auf die Arztberichte kommt. Und ob unsere Not bei ihr angekommen sei. Sagte, dass wir, wenn wir ihr schreiben, keine sofortige Antwort erwarten, sondern bloß, dass sie unsere Not wahrnimmt. Mehr wünschen wir uns gar nicht.

Ich glaube es ist das erste Mal, dass es so geklappt hat… dass ich-wir für uns (jene die in Not sind grad) einstehen konnte. Klar, haben wir vielleicht drei Stunden Texten mit Schmetterling gebraucht und mehrmals ein „dahin schieben“, aber vielleicht schaffen wir es jetzt beim nächsten Mal alleine. Vielleicht weil ich jetzt gemerkt habe (nur Dank dem Spiegeln von einer außenstehenden Person), dass es manchmal ein einziger kleiner Kommunikationsfehler ist… den wir verdissen /überlesen oder verdrängen… der uns dann so abweisend und gereizt reagieren lässt. Aber dass sich das Lösen lässt. Durch in Kontakt und Kommunikation bleiben. Es lohnt sich vielleicht wirklich.

Wir fühlen uns zwar immer noch nicht richtig gesehen, weil es sich nicht Echt ANFÜHLT, als Frau Honig zuletzt noch schrieb „Natürlich sehe ich eure Not! Und kann trotzdem gleichzeitig nach Berichten fragen“… aber das ist ein anderes Thema. Und für heute sind die Kräfte aus, um dieses auch noch anzugehen. Wo das Gefühl herkommt, dass seien nur leere Worte. Wieso sie sich „weit weg“ und nicht „bei uns“ anfühlen… sondern eben nur wie schnell daher getippte Worte.

Aber Frau Honig ist auch nur ein Mensch. Vielleicht waren es auch wirklich nur „schnell daher getippte Worte“, weil sie gerade einfach andere Dinge auch noch im Kopf hat. Vielleicht auch noch viele andere Patienten in Not. Und das ist auch überhaupt nicht schlimm. Denn wichtig war mir einfach das Missverständnis zu klären… zu lesen „sie hat die Not verstanden“. Das war wichtig. Mehr nicht, und ich bin richtig froh, dass ich das das erste Mal so gut hinbekommen habe. Ich weiß nämlich nicht, mit was für einer Einstellung wir morgen zur Therapie erschienen wären.

 

TW Inhalt!!!!

Nebenbei: Wer jetzt dann auf meinen privaten Blog weitergeleitet wird… ganz dringend eine MÄCHTIGE Triggerwarnung (Suizid & s**Missbrauch…)!!!!!!!! Ich schreibs aber auch noch in den Titel. UND beim Fotografieren von dem Eintrag für den Privaten Blog ist mir einer von gestern aufgefallen… und ich frage mich ob das ein Vorbote war für das, was nachts passiert ist… Das waren die Träume. Und heute waren die Babys im Kontakt mit Schmetterling auch kurz Thema. SIE war damals übrigens diejenige, die als aller erstes reagiert hat… und irgendwie auch genau in dem Moment der Not DA war, wenn auch nur virtuell… als wir das Baby verloren haben… und seit dem Traum gestern schmerzt es so krass… dieses Baby das wir da im Traum in den Armen gehalten haben…. ich WEIß wir sind fast selbst noch „Kind“ und ich WEISS dass wir niemals in der Lage wären uns um ein Baby zu kümmern… aber im Kopf ist immer diese Tatsache… dass es das einzige war was sich richtig angefühlt hat… was man so geliebt hat, obwohl es noch nicht mal „ganz“ war… und es tut SO SCHEISSE WEH… dieses Baby im Traum haben wir richtig gespürt… die Nähe, diese schläfrig, blinzelnden, leicht lächelnden Blicke, als wir seinen Kopf massiert haben (es war ein Junge im Traum)… und es hat… es fehlt einfach… ich bin aufgewacht und seitdem habe ich das Gefühl, ich spüre erst richtig, was fehlt.. was mir genommen wurde…. nein, es wurde NICHT umgebracht, falls das gleich welche denken… wir haben es verloren… (wenigstens ??? wurde uns da die Entscheidung abgenommen?????? ich weiß, es klingt hart)… aber es TUT SO WEH… und diese Leere und dieser Schmerz seitd em Traum… der Traum mit dem Baby ging vielleicht gerade mal eine Minute… nur diese Sequenz wie wir friedlich beisammen sind und es in unseren Armen liegt und wir einfach nur LIEBE spüren… bis wir aus einer Küche gerufen wurden… da wurden wir wach… aber DER Traum tat mehr weh, als der wo wir die Oma töten mussten… es ist jetzt zwei Jahre her… mit dem Verlust.. und immer wieder bricht es an bestimmten Tagen auf… und da fühlt sich das dann so… unüberwindbar an… als würde es niemals aufhören wehzutun…. und dieser schreckliche Wunsch…in solchen Momenten… wieder schwanger werden zu wollen… egal unter welchen Umständen… auch wenn es nur egoistisch ist… aber es fühlt sich an als wäre ein Leben sinnlos verloren gegangen und als wäre es UNSERE Schuld…. und als müssten wir dafür einem anderen Leben die Gerechtigkeit wieder geben… ich weiß es ich SCHWACHSINN.. und egoistisch… aber… vermutlich verstehen das eh nur Menschen, die selbst mal sowas erlebt haben…. es ist einfach als wäre da ein Teil mit gestorben……. und es kommt NIE wieder zurück…………………. sorry… jetzt müssen wir heulen… gut dass wir die Beiträge vorhin schon fertig geschrieben haben… wir müssen jetzt schauend ass wir uns irgendwie ablenken…

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Abschied

Irgendwie glaub ich.. ist irgendwas echt Grundliegendes passiert in den letzten Tagen… seit der Woche in der… plötzlich das… seit der plötzlich alles anders ist… seit jener Woche haben wir nämlich ein neues Tagebuch… und dieses Tagebuch .. dessen erster Eintrag,… den ich grad aus … durch Zufall gelesen hab, weil…. weil ich wissen wollte was die ersten Gedanken dazu waren… und.diese ersten Gedanken ziehen sich wie ein roter Faden.. durch mein… Verhalten und meine Gefühle …. denn.. seit diesen ein zwei Wochen.. fühl ich keine Bindung oder Beziehung mehr zu Menschen in meinem Leben. Alles was… da sein müsste.. ist zwischenmenschlich so leer. Wie ein Vakuum. Sie sind.. einfach „nichts“… es ist… sie sind… egal mit wem wir reden.. alles fühlt sich energieraubend, erschöpfend, sinnlos und hoffnungslos an…. sie sind.. es ist wie… nein, noch schlimmer… mit Bäumen reden und auf sie klettern und in ihre Äste heulen tut sogar manchmal gut (manchmal fühlt man sich noch einsamer als ohnehin schon.. weil „wie kann man nur so allein sein, um in einen kalten Ast zu weinen und mit einem Baum zu reden“.. ja, es tun viele. Aber es ist ein Unterschiedndas aus Liebe zur Natur.. oder aus Einsamkeit zu tun…).. aber Menschen.. sind gerade noch schlimmer… ich heule mich aus.. manchmal fühle ich mich als würde ich schreien wie ein kleines Kind.. weinend nach Hilfe… aber alles was passiert ist, dass man mich zurück schiebt und sagt „ich weiß nicht was ich tun soll. Sag mir, was du erwartest“.. dabei ist da nie ne Erwartung.. sondern will einfach bloß gesehen werden.. wollte… in meiner Not und meinem Schmerz… aber … es wurde immer als Aufforderung verstanden. Hab selbst verstanden, dass es da nichts zum Auffordern gibt… dass niemand helfen kann. Dass ich mir selbst irgendwie helfen muss… aber wieso darf eine Not und.. all das Schlimme nicht einfach mal DA SEIN… ohne… irgendwas.. ohne drüber zu reden… ein „ich seh wie furchtbar es dir geht… ich sehs wirklich und bin mit/bei dir“ hätte doch gereicht… hätte doch sooo gereicht.

Das… scheine ich wohl schon vor .. ein, zwei Wochen gemerkt zu haben…. denn so wie es aussieht war das der Ausgangspunkt… wir … haben den Kontakt zu dem gesucht, was uns.. vor ein paar Jahren.. wo wir noch bei Mama und Papa gelebt haben… die größte Sicherheit und den meisten Halt gegeben hat… und das war… unser.. wir… haben ihn „Glücksdrache“ genannt… und.. ich glaube als wir ihn in jener Woche begrüßt haben.. haben wir uns gleichzeitig immer mehr von … dem außerhalb.. von dem was zwischen Menschen und mir.. sich entwickeln sollte.. was da dieses Vakuum füllen sollte… verabschiedet… da ist.. nur noch eine riesige Gleichgültigkeit. Kein Wert.. nichts… Greifbares.. Haltbares.. nur Worte.. und.. Hoffnungslosigkeit und… Sinnlosigkeit… und… vielleicht ist das der Grund, wieso wir.. aufgeben.. oder aufgegeben haben? Dabei sind aufzugeben? Ich weiß es nicht.. aber diese erste Seite in meinem/unsrem neuesten Tagebuch… ist genau DAS was.. emotional in mir abgeht.. menschliche Bindungen.. sind vollkommen leer. Und ich klammer mich an ein Buch… als wäre es mein Leben.

Richtig verzweifelt

Wir hatten heute nen eeeecht schönen Abend, bei dem wir auch wirklich scheinbar alles möglich verdrängt haben… Haben uns mit der Sandkastenfreundin getroffen, waren erst etwas essen und dann einkaufen, hab meinen Müller Gutschein eingelöst… dann waren wir etwas trinken und bla. War jedenfalls schön

Zwischendurch habe ich immer weider mal Nachrichten bekommen von den Mitbewohnern bekommen… ja, wie Finn (der mit der Psychose) ausgeartet ist. Der hat bei Enna die Tür eingetreten mitten in der Nacht, nur weil er Tabak und Feuer wollte… weil die Katze bei ihr war (die Gartenkatze, nicht unsere) im Zimmer über nacht… dann hat er rumgebrüllt, sie bei Whatsapp zu gespamt,… dann hat er Orgel Musik im Zimmer laufen gehabt und als Enna gebeten hat das leiser zu stellen, hat er es noch lauter gestellt, ist in den Gängen auf und ab getrampelt und hat Lieder von Dämonen usw gesungen… Mona hat er gestern auch bedroht und ihr den Mund verboten, ist aggressiv geworden und „den Betreuern sind die Hände gebunden“

Jetzt erfahre ich GERADE eben … um 22 Uhr, dass alle aus dem Haus gebracht wurden. Mona, Enna, ..Sally? Kp wie ich sie genannt hab… und erfahre es JETZT! Wenn Mona es mir nicht gesagt hätte, hätten mich meine Eltern morgen Vormittag schon zurück gefahren und wir wären alleine mit ihm in diesem Haus! Mona sagt, HS (der Gruppenleiter) hätte mich „schon auf dem Schirm“ gehabt… aber… wow… Trotzdem wären wir morgen vor vollendete Tatsachen gestellt worden…

Na gut… ist halt jetzt so. Alle schreiben mir, ich soll bei meinen Eltern bleiben (sonst sagen immer alle, ich soll auf keinen Fall zu meinen Eltern fahren HAHAHAHAHAhAHAHAHAHAHAHA)………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Soll mich krankschreiben lassen weil er nicht zurechnungsfähig ist…. wow. Dass habe ich ja selber mitbekommen.

Aber ich weiß halt jetzt GAR nicht mehr, was ich tun soll. Ich muss zur Arbeit oder eben so zurück dorthin, denn hier in der Heimatstadt habe ich keine Hausärzte, hier war ich seit ich weg bin von den Eltern bei keinem Arzt mehr… außerdem kann ich nicht „so tun als ob“ mir schlecht wäre! Wir können sowas nicht „schauspielern“, auch wenn das scheinbar viele Menschen können, wir können das nicht, das lappt nicht. Sei es das schlechte Gewissen oder keine Ahnung, wir können es einfach nicht, ich weiß ja, dass wir scheiß Schauspieler sind…. und hier werde ich zu 100 %  keinen Arzt finden, der mich „einfach so“ für vier Tage krank schreibt, „nur“ weil wir einen psychotischen Mitbewohner haben… der würde sagen was mir gerade auch alle sagen „schaut doch, dass ihr irgendwo anders unterkommt dort“. Ja, nur sind Jimmy und ich leider ÜBERALL unerwünscht! Nicht geduldet. MAL WIEDER kein Platz. 

Also was tun? Soll ich mich tagelang im Zimmer einsperren??? Enna meinte, sie hat sich nicht einmal mehr getraut das Zimmer zum Essen oder für die Toilette zu verlassen, solange er im Haus war….

Ahc ich habe keine Ahnung was ich tun soll…. es ist mir zu blöd Als hätte ich nicht schon genug andere Probleme, echt… dann dürfte ICH auch noch bei meiner Arbeit gerade stehen, weil man es als beste Lösung sieht dass ich hier bleibe und mich krankschreibe – aber mit was für ner Begründung denn?? „Hallo Herr Doktor, ich bräuchte eine vier Tage lange krankschreibung, weil unser Mitbewohner psychotisch ist aber den Betreuern die Hände gebunden sind“… Das interessiert nen Arzt nicht. Und das ist ja nur eine Sache. Trotzdem verpasse ich dann das erste Team im Jahr, das am Wichtigsten ist, trotzdem fehlen MIR dann vier Tage, in denen ich eine Kostenauflistung von einem ganzen verdammten Jubiläumsjahr bis zum 31. fertig haben sollte. Trotzdem sehen dann alle weider nur MEINE Fehltage in der Arbeit!!!!!!!!!!!!

Das darf doch alles einfach nicht wahr sein………………………. ich kann es einfach nicht glauben… echt………… ich weiß nicht was ich noch sagen soll…. mir dreht gerade der Kopf durch weil ich WIRKLICH NICHT WEISS WAS ICH MACHEN SOLL

Außerdem stehen mir meine Eltern jetzt auch alle zehn Minuten im Kinderzimmer weil sie ne ENtscheidung wollen „fährst du morgen nun oder bleibst du hier?“ … ja, meine Mama freut sich natürlich mega, sie würde am iebsten dass wir wieder hier einziehen… aber ich weiß es nicht… langsam will ich das auch.

Geschafft!!!(Mini OP)

Die gaaaanze Zeit waren wir soooo krass ruhig… vielleicht BISSCHEN Nervös aber wir haben und auch die gaaaanze Zeit abgelenkt, weil wir uns nicht reinsteigern und keine Angst machen wollten..

Dann im OP Zimmer fings an.. da ging dann unser Puls in die Höhe, die OP Schwester meinte, ob alles ok wäre, wir meinten „Jaja, nur bisschen angst“ und sie „bisschen? Du zitterst am ganzen Körper“. Dann haben wir ums über uns selbst lustig gemacht meinten, jaa es käme uns voll dumm vor, wir wissen dass es ein kleiner Eingriff ist blabla… dann meinte sie, wieso wir so angst hätten, im 10 Minuten ist es vorbei und sie versichert wir werden nichts spüren. Dann erzählte ich halt, dass wir mit elf mal da so ne.. unschöne Erfahrung mit örtlichen Betäubungen hatten und sie meinte „oh“ und dass sie die Ärztin informiert und dann spritzen die einfach ein bisschen mehr, aber dass es noch nie vorgekommen sei, dass man etwas spürt. Ok.

Dann steckten wir die Kophörer ins Ohr um den Kleinen Prinz zu hören weil ich dachte, ich vertrau jetzt einfach mal, bzw ,ich will mir gar nichts anderes vorstellen. Und eenn wir nichts hören ist es vlt auch nochmal leichter. Vor allem weil meine Angst ja nichtmal hauptsächlich der Schmerz war, sondern eher der Ekel. Es ist in 1. Linie der Ekel (Blut, offene Wunden, Gegenstände im Körper, also Nadel, Fäden, Skalpell) und DANN der Schmerz ..

Aber wir haben IM KOPF gehört, also von innen, wie in die Haut geschnitten wurde!!! Also nicht eingebildet, sondern wirklich. Ihr versteht das bestimmt wie ichs meine.

Schmerzen gespür thab ich echt Null. Nichts. Nur Druck wenn sie abgetupft haben

Aber der Ekel als wir das gehört haben (also nicht von außen, weil der Prinz lief ja im Ohr)… boah da war plöttlich der Puls irgendwo im Jenseits und wir haben uns soooo in diese Liege gekrallt, dass wir irgendein Griff oder so abgebrochen haben. Die waren nicht böse, die OP Schweste rmeinte nur „Puh, gut dass ich meine Hand zum Halten nicht angeboten hab“ 😅

Ok habeb ja auch voooolll gezitter und dann wars vorbei. Und DANN wurde es erst schlimm. Körperlich. Als wir saßen, wir haben zwar ständig über uns Witze gemacht u d gelachz (weil wir uns ja nicht schwach zeigen können),… aber als eir saßen wurde uns plötzlich kraaaasss schwindelig und schlecht und ich hatte soooo angst zu kotzen.. (wir haben noch NIE in der Öffentlichkeiz ode rvor anderen gekotzt, noch NIE, selbst wenn es schonmal hochkam, ich weiss nicht wie wir da so krasse Körperbeherrachung haben) … naja und dann setzten wir uns erst nochmal ins Wartezimme rund tranken drei becher Wasser und nahmen gleich ne Ibu…

Jetzt sind wir Zuhause.. und jetzt fängt an die Betäubung minütlich nachzulassen znd JETZT.. ja,jetzt Leute.. platzt mir vor Schmerzen fast der Schädel 🙈 hab noch ne Ibu eingeschmissen…. hab soooo kopfweh und es ist halt als hätte man sivh irgendwo kraaaassss aufgeschlagen.

Aber ich weiss, dass wir uns an.Schmerzen schnell gewöhnen und dann merken wir sie nicht mehr. Also.gerade fängts an umzuschlagen in „hm.. ja da ist ein Druck und es.fühlt sich kühl an“.. (oder dissoziieren???) Weiss nicht obs gewöhnung oder Dissoziation ist…na, wurscht.. auf jeden Fall haben wirs geschsfft und die schicken die Zyste jetzt ins Labor und dann sollen wir in 7 Tagen zum.Fäden ziehen und in 14 Tagen zum Besprechen von den Ergebnissen.

Ach jaaaa die Schwester meinte noch, normalerweise blutet es im Gesicht immer sehr stark, aber bei uns hat es wohl kaum geblutet. Erst meinte jemand im Kopf und hätten es FAST gesagt „tja, wir sind halt schon ausgeblitet“ und dann sagte aber jmd von uns „Einhörner bluten nicht“ (weil die Zyste ja an der Stirn war) und wir waren aber die Einzigen die drüber gelacht haben 😂 die Ärztin hat richtig komisch geschaut (aber die sah eh komusch aus weil sie Alt und voll das geliftete Gesicht hatte, ABER sie hat zumindest paar mal gelächelt und war relativ freundlich une GUT in dem was sie getan hat!!!) ..

Und dann kam.im. Nachgang im Kopf von uns „Lass dir das nächste mal bitte die Zunge raus operieren“ (wegen dem peinlichen Einhorn Moment).

Naja.. jetzt sind wir zuhause (und kein Einhorn mehr 😔 .. nein spaß 😅)

Die Mama meinte sie wird für uns mit Jimmy heute die Gassi Runden übernehmen, weil wir wohl ziemlich blass sind und weil sie will dass wir uns ausruhen. Voll lieb von ihr.

Kontaktprobleme und „Mii allein Zuhaus“

Mir fällt in den letzten Tagen auf, dass ich jetzt zunehmend Probleme darin habe bzw Schwierigkeiten, mit Menschen in Kontakt zu bleiben… am meisten werden es vermutlich die zwei Bloggerinnen merken, die mit uns privat im Kontakt sind… irgendwie kriegen wir es einfach nicht hin auf Nachrichten zu reagieren. Klar, so sporadisch und zwischendurch mal, aber doch deutlich verzögert…

Genauso ist es im Kontakt mit Frau Honig, die sonst alle zwei Tage mal eine SMS bekommen hat, haben wir gar keine Lust ihr zu antworten oder zu schreiben… den häufigsten Kontakt haben wir gerade mit der Viele-Freundin, wobei das auch nicht viel ist. Vielleicht einmal bis zwei Mal am Tag für zehn bis dreißig Minuten (oder??? Würdest du-ihr das bestätigen?!).

Auch schaffen wir es irgendwie nicht, auf eure so ausführlichen Kommentare zu antworten… auch wenn wir es gerne würden, weil ich finde, dass es irgendwie eine Art Wertschätzung ist, wenn man sich schon die Mühe gibt so viel Meinungen zu einem Thema zu äußern – aber wir schaffen es nicht. Oft habe ich in den letzten Tagen eure Kommentare noch einmal geöffnet und hatte die Hände auf der Tastatur, aber mir fällt einfach nichts zum Erwidern drauf ein.

Genauso wie mit der Mail vor … zwei??? Tagen von einer Person die uns schon wieder so angegangen ist. Normalerweise hätten wir bei dieser zweiten Mail die uns unterschwellig beleidigt hat, sicher unsere Meinung zurück gegeigt, oder versucht auszuteilen, wie kindisch wir IHR Verhalten finden etc. pp. Stattdessen haben wir ihre Mail einfach gelöscht und uns gedacht „ist mir wayne“ (und zugegeben vielleicht im Nachgang noch ein kleines, flüsterndes „Fick dich“ …)

ich weiß nicht, wieso das so ist… wieso  wir gerade einfach keine Lust und-oder keine Worte finden, um mit unseren Mitmenschen im Kontakt zu bleiben. Gestern waren ja sowohl brh und FL im Dienst (unsere Bezugsbetreuerinnen) und keiner von beiden hat auf die Mail reagiert. Heute haben sie wieder gemeinsam Dienst. Eigentlich hatte ich Mona gestern(war das gestern?).. nein, Moment, vorgestern – erzählt, dass die Betreuer (bis auf gw) NIE auf meine Mails eingegangen sind. Richtig schön ignoriert. Genau das erwarte ich irgendwie diesmal auch. Deswegen ärgert es mich auch nicht, dass da keine Reaktion kam, weil ich damit eh gerechnet habe.

Erwähnen tue ich das jetzt gerade nur, weil ich auch da anmerke, dass ich fast sogar froh darüber bin, weil ich eigentlich gar keine Lust mehr habe (oder Kraft?!) mit ihnen ein Gespräch zu führen und in Kontakt zu gehen. Das dümmste an der Sache ist, dass ich nicht einmal weiß was es ist. Ob es an mangelnder Lust oder an fehlender Kraft liegt… ich weiß es nicht. Vielleicht beides.

Na ja… Das zu dem einen Thema… nur… damit alle bescheid wissen und ich nicht jedem einzeln erklären muss… und mich hier einfach offen entschuldige… damit sich niemand wundert, wieso wir uns gerade entweder nicht zurückmelden, oder nur mega verspätet und so mega unausführlich… es liegt nicht an euch oder so… sondern… ich weiß auch nicht, woran es liegt… aber ja…

Und dann zum nächsten Thema, wo mir gestern erst ne Erkenntnis dazu kam.

Seit diesem Jahr ist Mona ja ein bis zwei Mal die Woche abends länger weg, an einem dritten Tag der Woche Mittags. Sie möchte ja Seelsorgerin in der örtlichen Gemeinde (freie Kirche … oder so.. sie hat mir schon hunderttausend Mal etwas davon erzählt, ich weiß irgendwie aber immer noch nicht wie das heißt) werden und ist deshalb eben jetzt oft dort. Also… irgendeine Kirchengemeinde. Sind auch total liebe Leute dort usw… ich weiß grad nicht ob evangelisch oder katholisch oder was auch immer… ist ja im Endeffekt auch egal, will hier keine falschen Infos geben. Auf jeden Fall ist sie eben mehrmals in der Woche abends jetzt eben weg.

Und gestern kam uns die Erkenntnis, dass in diesen ca fünf Stunden die sie nicht da ist,einige Anteile „eskalieren“. Wenn wir alleine „Zuhause“ sind/waren ist es ja wirklich IMMER so, dass ich anfangs, sagen wir vielleicht noch so ein, zwei Stunden, so fetzenweise was mitkriege, auch so leicht von „oben/innen/hinten“ beobachte, wie zunehmend Innenkinder außen sind. Angefangen hat es gestern, als wir auf KiKa schalteten und da noch Peter Pan lief und wir auf Der kleine Prinz warteten. Ich weiß sogar noch, wie ein Innenkind mit einer Bloggerin schrieb… über den Kleinen Prinz… (♥ für euch falls ihr das lest :3).. und ich weiß auch, dass wir vorher noch etwas von ihr gelesen hatten (weiß auch was, weil ICH es gelesen habe) Und weiß auch, dass wir ihr schrieben, dass ich darauf noch eingehen möchte… aber da war ich schon gar nicht mehr „alleine vorne“… und schon im Texten wurde ich immer mehr nach hinten verbannt. (weiß nicht, ob du-ihr das gemerkt hast-habt) … Denn, wie wir ja schon oft erwähnten… extrem selten ist es so, dass wir mit Menschen, die mit uns schrieben, sagen „hey, wir haben grad gewechselt“ oder „wir sind grad im Co“ oder „hey, hier ist x oder y“… wir schreiben mit denen wie „ganz normale Einsmenschen“ (ist das verständlich)… Manchmal kommt nachtragend dann, wie z.b. wo wir der anderen Blogger-Bekannten ein paar Sprachnachrichten schickten (das war doch gestern?!) dass wir die nochmal abhören und ich da dann amüsiert feststelle, dass wir mitten im Reden in einem Atemzug gewechselt sind.. aber na ja.

Während ich da noch so „hinten/innen/oben“ beobachten konnte, wie wir uns auf der Couch in das große Kissen mümmelten und uns in die Decke wickelten, wurde ich immer müder. Sooo sehr, dass ich meine Augen nicht mehr offen halten konnte… ich schlief ein.

Tja… das war um 17:30 Uhr ca (genau als der Kleine Prinz angefangen hat – Intro habe ich noch gehört)… und dann saß ich irgendwann auf der Couch, um 22:00 oder 22:30, irgendwas so um den Dreh rum, mit Mona neben mir..auch noch nicht „ganz mir gehörend“… weil ich mich auch nicht mehr an unsere Gespräche erinnern bzw unseren Kontakt erinnern kann. Aber wir waren im Kontakt. Also wir saßen nicht nur nebeneinander und haben Fern gesehen (wobei am Abend noch ein mega Film kam, dazu muss ich auch was sagen 😀 ), sondern wir waren wirklich im Kontakt. Nur keine Ahnung worum es ging. Bestimmt hab ich sie gefragt wie es war usw.

Dann wurde mir nach und nach klar, dass das immer so war/ist, wenn wir alleine sind. Sei es hier in der WG oder vor einem Jahr noch im Haus betreut, als die Betreuer Dienstschluss hatten und wir im Zimmer waren. Wenn wir alleine sind, fehlt mir massiv viel Zeit. Viel, viel mehr, als wie wenn wir im Kontakt mit anderen Menschen sind oder selbst wenn sie nur neben uns sitzen usw.

Das ist ja auch oft so, wenn wir spazieren gehen alleine. An 70 – 80 % des Spaziergangs erinnere ich mich nicht. Und es sind in diesen Zeiten, in denen wir alleine sind, IMMER Kinder und Jugendliche bis maximal 16(? ich bin mir nicht sicher) Jahren im Außen. Aber nicht etwa einzeln, nene… Meistens (ich glaube sogar fast immer?!) nehmen diese Anteile dann Videos auf. Man könnte fast schon behaupten sie führen einen privaten Vlog. Also Video Blog. Es sind KEINE(!) traumatisierten Anteile. Im Gegenteil. Oft lache ich mich drüber kaputt, was ich sehe. Manchmal schäme ich mich auch, weil es so… absurd und witzig ist. Nicht immer. Manchmal ist es auch traurig. Wie z.b. wo Lou die Geschenke öffnete im Glauben sie seien von Außenmenschen, sie dann aber total enttäuscht ist, weil sie „nur“ von uns sind. Es gibt durchaus auch Videos die mich irgendwie betroffen machen. Aber das ist eher selten.

Und auf den Videos… es ist einfach sehr krass und schwer, das zu beschreiben. Erstens, sind wir (sie – ich kann hier nicht einmal von „wir“ sprechen, weil ich da nirgendwo dabeistehe… nie was mitkriege, nicht anwesend bin)… Also erstens sind sie in solchen Momenten non stop am Reden. Und es fällt auf, dass sie sich LAUT gegenseitig antworten. Das wirkt manchmal sooooo skurril und …chaotisch und hektisch und… übermotiviert, energiegeladen… Und es ist aber gleichzeitig soooo …. ja, irgendwie entertainend, weil ich das Gefühl habe, ich kriege da mal richtig mit, wie es vielleicht für viele von uns im Kopf aussieht/sich anhört… denn ICH erlebe das ja keinen Meter so, wie diese Jugendlichen/Jüngeren von uns (ich bin 19) … ich hör da keinen Fiep im Kopf. Vielleicht selten mal so Kommentare… aber ich denke immer, das sind meine eigenen Gedanken. Mit ner anderen Meinung. Aber auch als Einsmensch kann man verschiedener Meinung sein.

Bei den Eltern als wir alleine waren, gibt es auch ein Video… wo wir mit Gesichtsmaske vor einem Fernsehen sitzen und eine berliner Stimme nachahmen… Mit Jimmy einen Lolli teilen und mit ihm spielen… (mehr weiß ich grad nicht). Es gibt sooo viele Videos vom Spazierengehen im Wald… von gestern auch eins… wo geschrien wird „KOMMT UNSER HUND AUCH NOCH HINTERHER?“ Queeeer durch den Wald und in einer ganz anderen Tonfarbe wie ICH eigentlich wirklich klinge. Und dann „Vielleicht schreist du mal nicht so, damit uns andere noch hören“ und dann „Schiiizzzoooooo“ … (nur ein Beispiel… fällt mir grad ein, das könnten wir sogar mit Passwort teilen, weil kaum was zu sehen ist, ist vielleicht ganz spannend und eine nicht ganz soooo peinliche Situation wie anderes).

Gestern am Abend ist zum Beispiel ein Video entstanden, in dem sie ewig in der Küche „rumturnen“… es wurde ein Tee gekocht (ich HASSE Tee. Viele von uns hassen Tee! Und im Endeffekt haben sie das auch nicht getrunken…, stand am Abend/Nacht, als ich dann wieder im Körper war, nämlich noch voll auf dem Wohnzimmertisch) … und keiner von denen wusste wo was in der Küche ist. Es wurde ganz aufgeregt alle Schränke geöffnet, Dinge gesucht, die wir gar nicht haben in der WG… und dann… (..ich muss grad lachen, weil ich das wirklich irgendwie witzig finde)… haben sie ein ganzes Honigglas geleert, in dem der Honig schon relativ hart war und haben gesagt „so, wir zeigen euch jetzt, wie man einen Honig-Honig „Zuckerhonig“ selber macht“… (jaaaa. diese „Clique“ spricht dann auch immer UNS an, also als würden sie wirklich gezielt uns Ältere ansprechen). Dann wurde da dieser Honig geleert in eine Backschüssel…. (oh man…. erzähl ich das gerade wirklich?…. Interessanterweise schäme ich mich nur bedingt, weil ich WIRKLICH nicht das Gefühl habe, dass ICH das getan habe… und auch kein WIR… wobei ich mir da jetzt frage, für welches WIR habe ich denn dann ein Gefühl? Wenn mir diese Kinder-Clique sooooo fremd und unvertraut ist, dass ich mich nicht einmal dafür schäme, dass sie in meinem Körper leben??? Echt krass.. Ich schäme mich oft für viele Dinge die WIR tun. Wieso nicht für das, was „SIE“ tun… und wieso gibt es da so eine Aufspaltung ??? Wieso spreche ich da von „sie“ und nicht auch von „wir“? soooo viele Fragen…).

Auf jeden Fall wurde dann ewig lange ein Video aufgenommen, guuut kommentiert, wirklich KEINE Minuten OHNE Plappern und gegenseitiges Kommentieren und diskutieren („oh, wir haben gekleckert, wer machts weg, also ich nicht.“ -„egal irgendwer machts schon weg“ — JA, das war fünf Stunden später ICH, als ich den ganzen Zucker und den klebrigen Honig auf der Arbeitsfläche entdeckt habe, nachdem ich mich da schön reingestützt habe………..)

Am Ende wurde der Honig in ein Glas gefüllt und in den Kühlschrank gestellt, mit dem Kommentar „wird der Honig hart, wenn er im Kühlschrank steht? Das erfahren wir morgen!“ … (echt wie in so einer Doku-Soap…)… es wurde eifnach sooooooooooo viel geredet und ich habe mich an einigen Stellen riiiiiichtig totgelacht… Zum Beispiel auch, wo sie dann den Finger in den „fertigen Honig“ gesteckt haben (den sie mit viel Zucker eines Mitbewohners… – ich muss ihm eine neue Packung kaufen…. – verrührt haben)… und als der Finger wieder rausgezogen wurde „Oah, da hängt jetzt voll das Gewicht an meinem Zeigefinger“ und als der Honig so mitgezogen wurde, gesungen wurde „Halt dich an mir fest….“ (ja,… ich hab grad nen Facepalm gemacht… genau wie gestern, als ichs gesehen habe).

Mit der Viele-Freundin teilen wir ja sowas auch oft. „Schau mal, bei uns ist es heute schon wieder eskaliert“… Vor der Viele-Freundin schämen wir uns nicht… Sie ist einfach super… ich glaube sie ist auch die Einzige, die ich in unserem Alter kenne (sie ist nur drei Jahre älter) und wir sind immer sooooooo gleich. Wir sehen uns außerdem wahrscheinlich bald, wenn alles klappt, und darauf freue ich mich schon richtig, weil wir beide vermuten, dass es richtig witzig werden könnte, weil viele Anteile von uns einfach sooo eine ähnliche Macke haben. Und wir sooo den ähnlichen, morbiden, sarkastischen und selbstironischen Humor haben. Darauf freue ich mich schon richtig!!!!

Was sich jetzt so alles super witzig und locker anhört, weil „sind ja keine traumatisierten Innenkinder“…. macht mir seit gestern doch Kopfzerbrechen. Wir haben ja noch nie wirklich alleine gewohnt… vielleicht mal ein halbes Jahr, bevor die ehemals beste Freundin (mit der wir damals in der Kinder und Jugendpsychiatrie dieses „Abnehmheft“ angefangen haben) zu uns in das Verselbstständigungs Appartment von der Jugendhilfe gezogen ist (unerlaubt, aber war uns beiden egal). … aber dieses halbe Jahr ist auch vollkommen ausradiert aus meinem Gedächtnis. Also von der Zeit her weiß ich, dass ich in dem und dem Zeitraum allein gelebt haben muss, weil wir da eben aus der therapeutischen WG in dieses Einzimmer Appartment sind,… und das eben im …keine Ahnung.. Mai war… ach mist,,, quatsch.. bis Oktober haben wir dann sogar noch mit einer anderen Freundin zusammengewohnt (also jeden Tag übernachtet^^)… und dann zog sie weg und wir waren eigentlich nur von Oktober bis Januar alleine in dem Appartment, bis die Freundin für ein Jahr dazu zog (bis wir dann eben fünf Monate in der Geschlossenen landeten und dann eben hier). Aber diese Zeit zwischen Oktober und Januar… da muss ich mit den Schultern zucken. Futsch. Einfach aus dem Kopf radiert. Ich weiß nur, dass wir in der Zeit auch höllisch viel abgenommen haben.

Ansonsten haben wir eben noch nie alleine gewohnt. Und jetzt stelle ich mir halt die Frage… wenn das wirklich so ist. Also SO… wie oben alles beschrieben… wie soll das jemals funktionieren? Und das macht mir gerade wieder ein bisschen Angst weil ich mir denke… bin ich vielleicht doch zu „geisteskrank“… (okay, sorry, sagen wir einfach zu eingeschränkt) um das schon hinzukriegen? Wie wird das dann aussehen? Hm… das bleibt alles irgendwie spannend.

 

Voll in der Funktion

Wir haben ab Februar die zehn Physiotermine für den Bänderriss Vorfall abgemacht, haben ab nächster Woche einen neuen Hundetrainer (weil Jimmy irgendwie keinen Ton mehr hört wenn er andere Hunde sieht ist er einfach weg – gestern auch ZACK mega gefärhlich einfach über die Straße!!!!!!)… Wir haben gestern wichtige Zettel usw und abgeordnet und eine Hülle für brh vorbereitet, weil das Unterlagen sind, die wir nicht verstehen, etc.

Dann wollen wir eigentlich unbedingt eine OP Versicherung für Jimmy abschließen, denn vor dem fünften Lebensjahr kommt man da RELATIV „günstig“ weg, auch wenn uns damit dann das Geld extrem knapp wird, aber das ist mir einfach verdammt wichtig, weil… ja… Begründen muss ich das an der Stelle wohl nicht, ist ja offensichtlich. Hund = Verantwortung (+ vorsorglich für OP’s abgesichert)… und eig überlege ich echt, ob ich da nicht vielleicht sogar meine Mama frage ob sie da helfen kann finanziell 😦 weil ich weiß nicht ob wir das tragen können… hab nur Angst, weil sie oft meint: „Dann musst du halt Prioritäten setzen. Arbeit und Geld oder Therapie? Mehr Arbeit, mehr Geld“ und irgendwie hat sie ja da auch Recht… aber… ich weiß ja dass das völlig unrealistisch ist. Auch wenn ich jetzt wieder irgendwie mehr stabil bin… die letzten drei Monate war ich das NULL und selbst die nur VIER Stunden auf der Arbeit an VIER Tagen kosten mich oft enorm viel Energie (also, weil wir zwar funktionieren, aber halt in der Arbeit trotzdem die Konzentration mega am Arsch ist)… aber egal!

Also irgendwie ist ab Februar unsere Woche vollgeplant. Montag und Donnerstags Physiotermine am Nachmittag nach der Arbeit, Mittwochs Hundetraining nach der Arbeit (wobei ich das vermutlich mir nur für einmal im Monat leisten kann, aber besser als nichts), und dann noch Frau Honig… Und dann sind da noch die Putzdienste Dienstags und der Zimmerputz am Donnerstag und alle zwei Wochen Montags die Hausversammlungen und im März können wir wieder zur Reithalle nach oben.

Alles was mich in den letzten drei Monaten überfordert hat und mega fertig gemacht hat, gibt mir jetzt irgendwie ein Gefühl von Sicherheit. Das alles was da oben steht, fühlt sich für mich an wie so Schutzmauern und gibt mir ein enormes Gefühl von Sicherheit. Kann zwar null erklären wieso, aber genauso fühlt es sich an.

Amnesie für Kurzschlüsse?!

Ooookay ich bin gerade sehr durcheinander, nachdem ich nochmal den Beitrag von Finn gelesen habe und ich lese, dass es uns mehr getroffen hat, als ich gestern Mittag/Nachmittag und Abend dann schon wahrnahm. Ich dachte mir den ganzen Tag „boah, das war scheiße anstrengend heute Früh, boah, ich wir waren sooo getriggert, boooaaaah es hat uns fünf Stunden gekostet, um aus der Anspannung und „Lähmung“  zu kommen“…. aber dass wir auf dem Weg zur Arbeit kurz wieder mega suizidal waren, das erinnere ich gar nicht mehr. Und verstehe es auch überhaupt nicht. Zumindest sehe ich den Auslöser für diesen lebensmüden Moment (beim über die Straße gehen), nicht mehr…

Das finde ich irgendwie einfach unlogisch. Seit ein paar Tagen geht es gerade von der Stabilität her wieder bergauf, mir geht es viel, viel, viiiiieeeeel besser als in den vergangenen zwei, drei Monaten… und JETZT passieren aber so Kurzschlussreaktionen? Die ich auch noch vergesse? Ich hätte das gar nicht mehr gewusst, wenn ich den Eintrag heute nicht noch einmal gelesen hätte. Dass uns vor zwei Tagen wegen Unachtsamkeit fast ein Auto umgefahren hätte und es nur haarscharf ausgewichen ist, das weiß ich, aber ich kann mich nicht erinnern, „freudig“ darüber gewesen zu sein, dass es hätte vorbei sein können und halte mich teilweise für gestörter als ohnehin schon.

Na ja, wie auch immer, da ich ja eh weiß, dass man Suizidalität bei uns nicht ernst nehmen muss, schau ich da einfach mal drüber hinweg, es ändert aber wirklich nichts an der mega Scham die ich dabei empfinde (weshalb ich die Stelle in dem Eintrag auch wieder gelöscht habe), oder an meinem entsetzten Feststellen, dass ich gestörter bin als gedacht.

Gestern haben wir übrigens noch eine Mail an die Betreuer geschrieben. bzw an unsere Bezugsbetreuerin und die Ersatz-Bezugsbetreuerin, mit denen wir ja gestern telefonierten, als es uns in der Früh so furchtbar ging.

Eigentlich schrieben wir die Mail nur, weil Mona uns abends darauf ansprach, weil sie sich auch wunderte, wieso erst SIE etwas sagen musste, damit man die Not, die bei uns im Haus war, ernst genommen wurde. Sie fragte, was das mit mir macht und ich erklärte ihr gestern, dass es mich nach wie vor immer wieder mal wütend macht für nen Tag lang, aber jetzt nicht so, dass es mich mega fertig macht, weil seit der Geschlossenen in der man mich ja bei jedem Atemzug als krankhafte Lügnerin bezeichnete, habe ich ja aufgegeben, andere von meiner Ehrlichkeit überzeugen zu wollen. Hab irgendwann gemerkt, die Menschen sind diese Energie gar nicht wert, wozu sollte ich sie überzeugen wollen, wenn ich doch eh ne Lügnerin für sie bin?

Also seitdem ist es schon so, dass zwar immer wieder noch einfach nur diese uuuunendliche Verwirrung kommt, weil ich NULL verstehe, wieso man uns nicht ernst nehmen kann oder wieso wir so unglaubwürdig wirken, ABER ich habe vor zwei Jahren entschlossen, dass es mir letztlich auch scheißegal ist, ob mir jemand glaubt oder nicht. Denn wundern tut es mich nicht, dass ich gestern nicht ernst genommen wurde, es ist einfach sooooooo… naja, wie sagte Finn gestern? „Thats the story of my life“. Aber der Ärger ist natürlich in solchen Momenten trotzdem da. Und allem voran eigentlich eher die Verwirrtheit und seit dem Gespräch gestern mit Mona, will ich wirklich verstehen, wo das Problem liegt und was wir falsch machen. Es wäre halt echt mal schön, wenn man uns EINFACH MAL GLAUBEN WÜRDE. Denn es gab jetzt z.B. in der Einrichtung hier in den letzten zwei Jahren NIE einen Fall, NIE!!!!! in denen wir die Betreuer soooo angelogen hätten, dass die sich darauf ausruhen könnten uns nicht (mehr) ernst zu nehmen. Wobei das ja von Anfang an so war (ich sag nur die Geschichte 2018 wo wir angegriffen wurden und Lena – Außenmensch –  dafür ein blaues Auge kassiert hat ODER als diese drei Männer ums Haus herumgelungert ist und Lara, Lena und ich stundenlang FERTIG waren vor Angst, die Nachtwache uns aber nicht ernstnahm und WIR am nächsten Tag auch noch ne Strafe bekommen haben, weil wir die Nachtwache „in Aufruhr“ versetzt hätten)…. – nicht einmal darüber kann ich mich mehr ärgern (damals schon), sondern das sind einfach so planlose Facepalm-Momente wo ich mir denke: „Ey Leute… sucht euch bitte einen anderen Job!“

Naja, aber Mona meinte, wenn es mich noch ärgert, und weil ich ja auch IMMER am „Beweise sammeln“ bin… d.h. Screenshots, Fotos von Dingen, Mails speichern, Sprachaufnamen (ich weiß, sowas ich verboten, aber die landen ja nirgendwo, und ist eher selten!) … weil ich eben schon eh weiß, dass wenn ich gewisse Dinge erzählen würde, man mir nicht glaubt, dass das mich ja doch noch mehr beschäftigt, sonst würde ich keine Beweise sammeln.

Hmm… hab drüber nachgedacht… und ich weiß noch wie ich gestern auch dachte „Wenn ich die Situation in der Früh bloß aufgezeichnet hätte………“ (aber sowas KÖNNTE ich aus moralischen Gründen gar nicht…)… es ist, weil ich mir denke, dass ich NIE WIEDER mir den Stress gebe, jemanden überzeugen zu wollen, dass ich nicht lüge, also ich werde NIE wieder über meine Ehrlichkeit diskutieren, weil ich WEIß, dass ich es BIN! Aber es fühlt sich einfach sicher an, solche Sachen gesichert zu haben, weil ich im Notfall dann NACHWEISLICH ZEIGEN kann: „Hier, es ist WIRKLICH etwas Schlimmes passiert, und du warst das Arschloch, das mir nicht geglaubt hat!“

Aber Mona meinte, das sei eigentlich kein „normales“ bzw „gesundes“ Verhalten sondern würde sie eher traurig machen, wenn sie das hört… und ob ich denn nicht herausfinden wollte, wieso man mir nie glaubt oder mich nicht ernst nimmt. Weil ich ja gestern sooo oft gesagt habe, dass ich es einfach nicht verstehe, dass ich NICHT verstehe, was an mir so anders ist als an anderen, dass man mich sooooo selten wirklich ernst nimmt…

Und dann hat sie mich eben fast ne Stunde „bearbeitet“ (nicht negativ gemeint), dass ich doch eine Mail verfassen soll, in dem ich um ein Gespräch bitte, in dem mir die Betreuer ganz speziell auf den gestrigen Tag erklären, wieso sie NICHT gehandelt und reagiert haben, als ICH in der Früh die Ängste und Not in der WG mit Finn angesprochen habe, sondern erst als Mona es eine Stunde später versuchte.

Und dann schrieben wir diese Mail:

„Liebe Frau *** und Frau ***,

ich will ganz zu Anfang sagen, dass die folgende Mail kein Vorwurf sein soll, sondern ich mitteilen möchte, wie sehr mich Situationen wie heute so sehr beschäftigen. Ich würde gerne reflektieren, was da falsch läuft, was ich besser oder anders machen könnte, damit es irgendwann… iiiiirgendwann, in Zukunft besser gehen kann.
Es geht um die Situation, dass ich mich in meiner Aussage und der Angst, in der ich heute Früh war, mich nicht ernst genommen gefühlt hatte. 
Bzw. warum erst *Mona noch mal etwas sagen muss, damit man ernst nimmt, was ich auch schon gesagt hatte vorher… Ich habe die Erfahrung ja jetzt in den letzten zwei Jahren sehr oft machen müssen, dass man mich nicht wirklich ernst nimmt. 
Das soll kein Vorwurf sein, sondern ich würde einfach gerne ein Gespräch suchen, um zu verstehen, was ich falsch mache, wieso ich so unglaubwürdig für Sie bin oder ob ich mich undeutlich ausdrücke? Ich würde es gerne verstehen, weil es fühlt sich wirklich nicht gut an. 
Und ich weiß, Sie sagen ja immer alle, ich soll „mich melden“ wenn es mir nicht gut geht. Aber jedes Mal sind es Situationen wie heute, die nicht ernst genommen werden und das sind die Gründe, weshalb ich nicht in die Beziehung mit dem Team gehen kann. 
Ich möchte das Problem verstehen, will wirklich verstehen, was ich anders machen muss, damit man mich endlich mal ernst nimmt. Und zwar wirklich ernst nimmt. Ich möchte es ja wirklich versuchen. Teile ich mich zu wenig mit? Ist es, weil ich immer so emotionslos oder „funktional“ wirke, wenn ich Probleme anspreche oder wenn ich sage, dass es mir nicht gutgeht, aber keine Emotion dazu zeige? 
Ich würde es wirklich gerne verstehen, denn ich weiß nicht, wie das in Zukunft besser werden soll, und ich weiß nicht, ob Sie sich vielleicht immer mehr wundern (oder vielleicht auch nicht), wieso ich nicht in Beziehung mit Ihnen gehen kann. Weil ich es nicht schaffe/weil mir nicht die Möglichkeit geboten wird.
Ich bin auch bereit daran zu arbeiten, wenn es an einer Kommunikationsschwäche (oder was auch immer) bei mir liegt, ich wäre echt bereit es auch vielleicht in der Therapie anzugehen, wenn ich verstehe, wo das Problem liegt, wieso man uns nicht ernst nehmen kann. 
Ich würde mich freuen, wenn Sie bereit wären das in einem Gespräch zu klären, denn (wie Sie sicher gemerkt haben), sehe ich ja seit langer Zeit gar keinen Sinn mehr, Unterstützung beim Team zu holen. Was ich aber gerne würde! 
Bitte lassen Sie uns dieses Problem irgendwie klären…
Ich bin wirklich bereit mich zu ändern, mich anders auszudrücken, mich zu bemühen, ich brauche nur auch von Ihnen klare Ansagen, wo der Fehler ist, denn ich sehe ihn nicht, bin aber wirklich bereit ihn zu …ähm… beheben. Daran zu arbeiten. Wie auch immer. 
Liebe Grüße“
Jetzt bin ich gespannt, ob sie darauf eingehen werden…… mal abwarten….