Auftauen

Ihr kennt mich mittlerweile. Sehr gut sogar. Zumindest die alten Mitleser. Wer nun neu auf diese Seite stoßt, wird nichts von dem wieder finden, was in den letzten Wochen los war.

Es gibt Zeiten, da schließt sich eine Tür und eine neue öffnet sich. Manchmal dauert es, bis sich diese neue Tür öffnet und solange tappte ich im Dunkeln. Ich verlor den Blick auf viele Dinge, auf viele Gefühle und viele Einzelteile, die meine Persönlichkeit ausmachten.

Es befindet sich alles in einer Bewegung. Ja. Klar, natürlich. Ständig. Ohne Zweifel. Aber was, wenn die Bewegung außen herum stattfindet und innen irgendwas festgefroren ist? Zerschlagen? Gewalt ist keine Lösung, sagen sie.

Ich will wieder anfangen.

Ich will wieder lernen, wie man atmet. Wie man sich bewegt. Innen. Wie man lacht, aus dem Bauch heraus mit Gefühl. Ich will.

Sie standen da und haben mir die Tür geöffnet. Ich habe in ihre Augen gesehen. Die so voll mit Liebe und Licht und Wärme und Wahrheit sind. Und ich habe mich in sie geworfen – in ihre Augen. In alle ihre Augen.

Sie sind wie Lichter, wie Begleiter, Freunde, Herzen, Sterne. Sie sind… Kristalle, Regenbögen, Schmetterlinge, Wolken. Sie sind Wolken. Sie sind weich und tragend, unglaublich sanft und leicht.

Ich habe sie wieder gefunden. Meine Wolken.

Es sind die Menschen. Diese gewissen Menschen. Die ich umarmt habe, die ich geschüttelt habe, die ich geküsst habe, in deren Schoß ich zusammengebrochen bin und geweint habe, die ich angelacht habe, erdrückt habe, vor die ich mich nieder gekniet habe.

Vielleicht stelle ich sie irgendwann vor. Aber jetzt geht es erst einmal um etwas anderes. Ums Leben. Darum, um wieder in das Leben zurück zu kehren. Irgendwie.

Aber ich fühle sie alle wieder. Und durch sie fühle ich mich.

Weil wir alle miteinander verbunden sind. Irgendwie.

 

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