Uns gehts besser und Joey ist im KH

Heute geht es uns etwas besser. Wir merken schon dass die Traurigkeit noch bisschen da ist, aber irgendwie gehts. Danke für eure lieben Kommis, auch auf den Eintrag vorher, auch wenn ich den gerade irgendwie bzw ich da keinen Bezug mehr dazu habe gerade…  

Wir werden heute ein wenig Zuhause entspannen, irgendwas Ruhiges tun und für uns tun. Also es ist halt doch schon noch da dass wir traurig sind und S uns einfach schrecklich fehlt und es kommen halt auch dazu dann immer so einige Erinnerungen die wir mit ihr haben, was wir so erlebt haben… ja, was auch immer. 

Wissen auch gar nicht was wir genau schreiben sollen. 

Naja ach ja… oh man, in der WG hat es vorhin einen richtig richtig krassen Knall gegeben. Joey ist einfach direkt vor der Haustür in Ohnmacht gefallen, mit dem Gesicht frontal gegen die Haustür, sogar das Glas ist kaputt. Ihre Brille in zwei und ihre Lippe aufgeplatzt, der Notarzt hat sie ins KH mitgenommen, sie hat auch Fieber. Sie wurde gestern geimpft. Was sollen wir sagen? Wir trauen dem Zeug nicht. Sie ist nicht die erste in unserem Umfeld dies von dem Zeug weghaut. Wir verurteilen niemanden der sich impfen lässt und sind jetzt auch nicht wirklich so überzeugt davon, dass es uns zu mutierenden Robotern macht die nur noch dem Staat gehorchen :p aber wir vertrauen einfach keinem Impfstoff den es erst seit wenigen Monaten auf dem Markt gibt wo ja eigentlich für jeden Volldeppen klar sein müsste dass viele Nebenwirkungen erst fünf Jahre später auftauchen können (weshalb wir ja auch gesagt haben, NÖ wir lassen uns sicher nicht impfen jetzt, vielleicht in sechs Jahren, aber solange könnt ihr uns mit dem Zeug jagen). Ganz abgesehen davon, sind ja dann die, die Angst haben an C*r*n* zu erkranken, eh geschützt vor dem Zeug, wenn sich also alle impfen lassen die angst haben daran zu sterben, dann ist doch eh allen geholfen. Alle anderen sind quasi selbst verantwortlich für ihre Entscheidung nicht geimpft und damit eben auch nicht geschützt zu sein. Weiß gar nicht wo da das große Problem ist… ja, wie auch immer. Will darüber hier gar nicht rumschreiben, mich nervt das thema und wir halten uns da grundsätzlich raus, aber auch wenn ich nicht verschwörerisch klingen will, finde ich es doch dass es ein viel zu krasser zufall wäre dass joey ausgerechnet einen Tag nach der Impfung einfach wegklappt. Gut, dass ihr nichts schlimmeres passiert ist. Im Bekanntenkreis hats ja jmd so erwischt dass der fuß und as bein so angeschwollen sind, dass er SO krasse schmerzen hatte, dass er nicht mehr laufen konnte mehrere Wochen lang. Er hat ultra Schmerzen gehabt und der Fuß ist zwar zuletzt auch wieder abgeschwollen, aber er ist immer noch schwach auf den beinen und ads ist jetzt schon drei bis vier Wochen ca her. Finde ich einfach gruslig. Klar ist keine Impfung leicht für den Körper aber was DAS Zeug mit den Leuten anstellt teilweise ist schon echt gruselig. Ich fänds vielleicht weniger schlimm, wenn es schon mehrere Jahre aufm Markt gäbe und gründlich getestet worden wäre aber so? no way, so finde ich es einfach echt nur hölle unheimlich. Und jetzt diskutieren die ja auch noch über einen Impfpass was ic gestern nur zufällig in den nachrichten mitbekommen habe weil in irgendeinem .. arabischen(???) land dürfen die leute ja echt nur noch mit so nem grünen pass ins kino usw. idk ich finde das schon echt ziemlich heftig nd ich denke mir so, ja mir egal, dann verzichte ich halt lieber sechs Jahre auf Kino und Kultur, wäre mir soooooooooowas von egal. Dann gründe ich halt mein eigenes unternehmen mit Kultur, Museum, Kino also alles zusammen und da dürfen dann auch ungeipmfte rein, was denkt ihr wie schnell ich Millionären wäre hahaha 😀 ne ist bloß ein Witz. Aber im Ernst, worvon ich auf jeden Fall überzeugt bin ist dass die Medien alle volle kanne über den Tisch ziehen und für blöd verkaufen bzw eher nur manipulieren. Ihre komischen Zahlen da von wegen den impfungen und wieviele nicht nebenwirkungen es gibt und wie viele sich impfen lassen wollen KÖNNEN gar nicht stimmen. klar kenn eich nict alle menschen auf der welt, die aber auch nicht, und ich habe bisher nur vor VIERm von VIER leuten in meinem umfeld gehört, dass ie sich impfen lassen wollen und davon überzeugt sind. und da sind die leute hier in der arbeit plus halt persönliches umfeld eingeschlossen. vor zwei wochen wo wir da den salat mittags gegessen haben… saß die ganze eine abteilung am nebentisch. haben eben darüber geredet. nur ein einziger hat gesagt er lässt sich impfen. aber auch nur weil er das wg seinem nebenjob muss. sonst würde er das auch nicht tun. aus unserer wg ist auch jeder dagegen. joey wollte erst auch nicht, hat es nur getan wegen ihrer eltern, weil die sie dazu überredet haben. von den aushilfsbetreuern die zweitweise da waren und einige andere haen auch nein zur impfung gesagt, es ei denn es bleibt ihnen beruflich nichts anderes übrig. die nachbarn mit denen wir mehr kontakt haben sind auch total dagegen. eine nachbarin kenne ich die sich bestimmt impfen lassen wird weil ihr mann im koma lag wegen c*. und ganz ehrlich, wir verurteilen wirklich niemanden und können leute auch verstehen die sich impfen lassen wollen. es ist jedem das seine. aber die Menschheit soll die Leute inruhe lassen, die sich NICHT impfen lassen wollen. un diese einschränkungen für leute die sich nicht impfen lassen sind och soooo unlogisch. weil wie gesagt, die, die geimpft SIND; die sind ja dann geschützt. 

die die nicht geimpft sind, wissen ja eben was für ein vielleicht-risiko sie eingehen. aber das ist ja dann ihr problem. anstecken können sie ja dann die geimpften eh nicht mehr, also wo ist das problem?! verstehe ich einfach nicht. schlimmer als in der veganer kultur, wo der eine den anderen wegen irgendwas belehren will. 

ist ja auch egal, regt mich nur auf das thema. weil einem da so dinge aufgezwungen werden die noch nicht einmal sinn machen. und wie gesagt, wenn es zu 1.000.000% sinnvoll ist sich impfen zu lassen, werden wir das schon tun, aber eben erst in ein paar jahren, wenn der impfstoff auch wirklich mal länger im körper drinnen ist und es da dann bei den ganzen versuchskaninchen die sich eben jetzt schon impfen lassen irgendwas zeigt (eben ob es sinn gemacht hat oder nicht oder eben welche nebenwirkungen noch alles auftreten werden). ganz abgesehen davon, dass wir ja da dann eh vermutlich das in einem ohnmachts-zustand machen lassen werden, weil, wie ja schon eine milliarden mal erzählt, sobald uns irgendwas in den körper gespritzt wird, scheißegal was, zuletzt wars ja eben flüssiges schmerzmittel nach einer überdosis afm vor ein paar jahren, wir das nicht ertragen. ETRAGEN wir nicht. nicht aus angst, sondern vom ekel. der ekel ist so groß, schwups, peng, weg ist das ganze system. so krass, dass nicht einmal gewechselt werden kann vorher. einfach ohnmächtig. nadel in die haut geht noch, oder eben wo das schmerzmittel so ne infusion wie das in uns reingesteckt wird, alles irgendwie aushaltbar… aber sobald angefangen wird zu spüren wie das mittel diese flüssigkeit unter der haut reingeht… omg schon jetzt wird uns dabei schon schwindlig nur dass wir davon schreiben das ist unnormal. das ist un un un un unnormal. 

Und das ist eig der Hauptgrund dass wir uns nicht impfen solange es da keine eine milliarde logik gibt dass es wirklich sinn macht. wie gesagt, gibt ja jetzt genug versuchskaninchen die das halt jetzt mal machen, ohne plan obs wirklich sinnvoll ist, aber ja… es ist nicht einmal dass wir einfach stur behaupten: nein c* gibts nicht, das sit alles nur vom staat erfunden (wie gesagt, DAS glauben wir nicht), sondern wirklich einfach weil wir uns denken nö: das tun wir uns nicht an, einfach mal so. und wir lassen uns auch nicht die schuld aufbürden, dass wegen uns ungeimpften leute an c* sterben denn wie gesagt, wen das wirklich so kommt wies im gespräch steht, solllen ja irgendwann ALLE geimpft sein, bis auf die, die es halt nicht Wollen, ausdrücklich nicht wollen. aber die können die geimpften ja dann auch nicht mehr anstecken, nur sich gegenseitig, aber die nehmen das ja dann in kauf daran zu erkranken, so wie wir eben. Wir haben keine angst davor wirklich das mal zu kriegen, bin eh sicher das wird irgendwann so geläufig wie ne grippe (ich vergleich grad nicht den schweregrad, sondern lediglich die ausbreitung), es wird eh jeder idiot mal c haben, vermutlich sogar unbemerkt. und wenn wir daran sterben oder durch irgendwas anderes, ist uns das wirklich total schnuppe. und den menschen die sich nicht impfen lassen WOLLEN ja dann auch. also LASST SIE IN RUHE. ufz ich hasse nichts mehr als menschen die anderen menschen irgendwas aufbinden wollen. 

 

Durch die Therapie 2

Oh man wir sind heute so.. traurig irgendwie… wigentlich wollen wir weinen weinen weinen aber es geht nicht da ist nur dieses gefühl.. ja ich weiss nicht muss immer an s. denken und dann will ich heulen weil ich such ständig daran denke was im tb steht… und irgendwie fühlt man sich so allein gelassen dadurch aber es ist halt wirklich nicht das schlimmste sondern wirklich dass sie damit dass sie sich alleine umgebracht hat uns BEIDE jetzt mit der wahrheit allein gelassen hat. Alle denken sie hat es getan weil sie einfach nur ne blöde depressive phase hatte… und nie nie NIE wird jemals jemand wissen wieso sie es WIRKLICH getan hat… und zsm haben wir immer gesagt kriegen wie die mistwichser dran … und wenn uns keiner glaubt, dann machen wirs zusammen… ach keine ahnung.. es tut einfach irgendwie so weh schon wieder und es nervt mich dass wir sie ausversehen erwähnt haben… wir wollen uns nicht an das alles erinnern oder halt einfach ach keine ahnung… 🥺

Sie fehlt mir und ich will sie zurück…

Ach egal…

Durch die therapie…

… ist uns ein tagebuch eingefallen dass wir vor vielen jahren mal mit s begonnen haben wo spgar noch.. so eklig das auch klingt.. das einzige.. „biologische“ von ihr hinterblieben ist weil wir damals unser schwesternbund aus unserem blut (also ihr blut und unser blut) vermischt in das tb geklatscht haben. Und das habe ich nach der thera heite gesucht und rausgezogen und dann so nen eintrag gefunden (den letzten geschriebenen von letztem jahr irgendwann anfang des jahres) und das war irgenswie aber auch der erste eintrag nach s ihrem tod . Ja was auch immee ich fand den irgenswie heftig traurig und da gehöer zwar tw dazu, also vorsichtig lesen.. aber wollen wir teilen. Heute ist iwie ein tag an dem wir s wieder ganz besonders vernissen ….. hätten in der std sogar fast geheult… sie fehlt einfach so so krass…. und gleichzeitig ist da auch so ein bisschen wut.. dass sie es einfach ohne zns getan gat, obwohl wir uns versprochen haben, entweder wir liefern die monster gemeinsam ans messer oder wir beenden gemeinsam unser leben… aber sie hat alleingang gemacht und es fühlt sich bisschen an wie verrat.. und gleichzeitig auch nicht. Gleichzeitig fehlt sie einfach nur so unendlich heftig…. 🥺 später können wir das bisschen leserlicher abtippen, hab auch etwas länger gebraucht um die krakelschrift lesen zu können denke über fotos ist es noch schwerer.. ach wir wollten es einfach teilen und rumheulen weil wir sie grad einfach vermissen…und echt traurig sind..

1.000.000 Thesen zu unserer ES (TW)

(Vorab sorry, es könnte eklig werden)

– und TW: relativ detaillierte Aussprache bzgl. Erbrechen –

Ich weiß, ich weiß. Wir haben sicher schon Millionen Thesen zu unserer Essstörung aufgestellt. Ehrlich gesagt, ja, es beschäftigt uns schon. Wir würden schon gerne kapieren was dahinter steht – und nein, es ist nicht das Trauma, denn das existiert ja nebenher immer noch. Irgendwie begleitet sich Thema Trauma & ES Hand in Hand, aber so wirklich rausbekommen, was die ES ausgelöst hat, haben wir immer noch nicht. Wir haben immer nur neue Vermutungen, aber sicher sind wir uns nicht.

Angefangen hat es ja tatsächlich damit, dass wir uns im Körper unwohl gefühlt haben. Wenn wir heute Vergleichsbilder von Oktober bis heute anschauen, wundere ich mich auch nicht, dass wir uns nicht wohl gefühlt haben. Abzunehmen hat körperlich irgendwie viele Vorteile, auch wenn das paradox klingt, aber meistens fühlen wir uns viel „leichter“, energiegeladener oder „berauscht“. Klar sind wir an einigen Tagen dann auch müde und erschöpft und ich weiß nicht, wann uns das letzte Mal so richtig warm war, ohne dass wir selbst bei aufgedrehten Heizungen bis zum Anschlag oder in der prallen Sonne gezittert haben, aber trotzdem war unterm Strich diese … freudige Erregung mit dabei. Das Wissen woher es kommt, dass sich die harte „Arbeit“ lohnt. Der Körper leidet phasenweise und selbst wenn wir wissen, er wird Folgeschäden davontragen, ist der Triumph über unsere Disziplin und Stärke um vielfaches höher. Das seltene Knurren oder der eher häufige Schmerz im Magen löst keine Alarmsignale aus, sondern eher das Gefühl von Erfolg. Es ist kein Leiden eines leeren Magens, sondern das Sterben von Fett. So denken wir zumindest. Diese kleinen, diese mini, mini kleinen Erfolge geben uns eben weiter Kraft. Oder einen Sinn. Ich bin mir nicht sicher.

Wir fingen an abzunehmen, weil wir wirklich dünn sein wollten. Aber wenn wir weiter stöbern, finden wir in den Anfangsphasen der „wiedergeborenen“ ES teilweise Einträge in denen umformuliert steht: „Dicke Menschen sehen zu kräftig aus um schwach sein zu dürfen“. Ganz grob umrissen in den verschiedensten Ausführungen, aber prinzipiell ist das die Kernaussage der meisten Einträge. Gut, Mia schreibt eigentlich immer nur, dass sie sich wirklich widerlich in dem Körper fühlt. Bei ihr (und Amy) scheint es eine hauptsächlich körperliche Sache zu sein, denke ich. Aber dahinter ist doch etwas anderes. Oder noch etwas anderes.

Dann haben wir versucht zu verstehen, was die Fressattacken auslöst. Im ersten Monat haben wir uns an Samstagen einen Cheatday erlaubt und haben da noch nicht erbrochen. Das Erbrechen fing irgendwann nach ein bis zwei Monaten an, eskalierte in den Weihnachtstagen/in den Dezemberwochen mit all den Plätzchen etc. Reflektieren was die Auslöser waren kann ich nicht, weil wir da so gut wie nichts geschrieben haben. Aber Anfang diesen Jahres hat sich das Erbrechen als lohnenswert erwiesen. Klasse. Wir können essen was wir wollen, einen Tag lag, vielleicht auch zwei. Sobald wir alles wieder loswerden, steigt die Zahl auf der Waage nicht erheblich. Dann war das Hungern nicht umsonst und wir dürfen uns trotzdem Dinge erlauben, die wir gerne mögen. War alles okay. Da war ja erst die Sorge um die Zähne.

Seitdem ich mich jetzt aber aktiv erinnern kann, also wirklich aus meinem eigenen Erinnerungs- und Empfindungsvermögen, haben wir es nicht mehr so leicht mit dem Erbrechen. Unser Würgreiz funktioniert nicht mehr. Wenn wir vor einem Monat innerhalb von maximal 15 Minuten lautlos und ohne Mühe mehrere Mahlzeiten auf einmal wieder losgeworden sind – restlos – stehen wir mittlerweile 30 – 40 Minuten im Bad. Manchmal sogar mehr. Es kommt nicht mehr so einfach das Essen wieder raus. Die ersten zehn Versuche fließt uns Schleim in alle möglichen Öffnungen. Klar, der Kopf hängt nach unten, der Schleim verstopft unsere Nasenhöhlen von innen. Wir kriegen keine Luft, müssen zehn Mal wieder pausieren, uns hinstellen, mehrmals vor Angst und Frust in den Magen schlagen, weil „BITTE BITTE, WIR DÜRFEN DAS NICHT DRINNEN BEHALTEN, WIR DÜRFEN AUF KEINEN FALL WIEDER FETT WERDEN!“, manchmal tigern wir eine Weile im Bad auf und ab, der Magen ist zum explodieren voll, total überspannt. Können Mägen reißen? Manchmal fürchten wir, ja. Trotzdem, wir trinken ein Glas Wasser hinterher. Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen im Magen. Ohne Ende. Weiß jemand, wie es sich anfühlt, von innen zu zerreißen? Wir ja. Zumindest knapp davor. Aber ohne Wasser kommt nichts mehr raus. Also hüpfen, bewegen, damit sich das Wasser verteilt und nochmal. Und irgendwann, nach weiteren fünf bis zehn Versuchen, kommt statt Schleim endlich die erste Ladung des gegessenen Essens nach Fressanfällen. Der Kopf tut unendlich weh, verdorbenes Essen, weggeschmissenes Geld glotzt uns entgegen, verschwommen mit Salzwasser, weil Tränen fließen und weil der Schleim weiter alle möglichen Atem-Möglichkeiten verstopft. Wie lange halten wir beim Erbrechen die Luft an? Wir haben nie gezählt. Diese Minuten sind die reinste Hölle. Wir schließen die Augen, sehen nur Schwarz und spüren nur Schmerz und wahnsinnige Angst. Unendliche Angst, dass nicht alles wieder rauskommt. Irgendwann ist da nur noch ein graues Loch, das uns hinabzieht und wir hören erst auf, bis unser Herz sticht, der Magen wehtut, unser Kopf beinahe platzt und alles wieder raus ist. Mehr ist da nicht mehr. Kein Zeitgefühl, nur dieses graue Loch in das wir hineinblicken und der Wahn, den ganzen Dreck aus dem Magen wieder rauszuhaben.

Das Erbrechen ist keine Erleichterung mehr. Es ist nur noch Schmerz, wirklich, wirklich wahnsinniger Schmerz. Der Hals tut weh, irgendwann, nach dem 20. Versuch und immer wieder den Finger ganz tief in den Rachen schieben, tut der Hals schon von der bloßen Berührung unserer Finger-Haut weh, obwohl wir wirklich weiche Hände haben – und keine Nägel. Er tut Stunden und manchmal sogar tagelang danach noch weh. Aber das Gewicht der Nahrung ist aus dem Körper raus. 50 % der Nährwerte genauso und wir fühlen uns nur bedingt wie ein Versager. Nur bedingt wie ein fettes Walross, das keine Disziplin hatte.

Fressattacken machen uns Angst. Wir wollen sie nicht, vermeiden sie wo es nur geht. Unser Körper verlangt danach schon gar nicht mehr, weil wir wissen, was die Konsequenz ist und die Angst vor dieser Konsequenz ist so groß, dass der Körper sich nicht einmal mehr traut zu „verlangen“.

Aber dann sind da diese Tage, in denen wir getriggert sind. Es ist irgendetwas Emotionales. Es waren drei Mal treffen nach Lena, zwei Mal nach Therapiestunden. Wir haben uns geekelt und haben das Essen nicht genossen, das wir in uns reingeschaufelt haben. Eigentlich hat der Körper schon während dem Essen geweint weil er wusste, was gleich im Nachhinein passiert.

Wir schreiben hier immer nur über das Erbrechen. Weil es das ist, was uns belastet. Es wirkt, als würden wir es jeden Tag tun, dabei sind das Gott sei Dank eher die Ausnahmen. Das Hungern belastet uns nicht. Es belastet uns, dass es niemanden interessiert. Dass wir immer noch zu gesund und stark aussehen, um das Recht zu haben schwach zu sein. Nicht einmal unsere Therapeutin hat unseren Hilferuf und unsere Bemühungen um Auszeit ernst genommen. Wir stehen noch aufrecht, es kann uns also nicht schlecht genug gehen. Bitte, bitte, hungere weiter. Nehme noch weiter ab, bis dein Gesicht nur noch Knochen ist, bis deine Augen große Höhlen und deine Wangenknochen scharf und gefährlich aussehen – hungere weiter, bis deine Füße dich nicht mehr tragen können und du zusammenbrichst, bis dein Körper dich verlässt, bitte, bitte, erst dann wirst du ernstgenommen. Erst, wenn du nicht mehr aufrecht stehen kannst. Erst, wenn du körperlich krank bist – erst dann hast du das Recht auf Ruhe.

Wir stecken in einem Dilemma. Ich weiß es. Wir haben an so vielen Ecken und Enden um Hilfe geschrien und uns mitgeteilt, haben wirklich geschrien, dass wir nicht mehr können. Irgendwann ist da eine Resignation. Und irgendwann ist da ein Weg, sich krank zu machen, um krank sein zu dürfen – anders glaubt es ja niemand. Anders sieht man es einem nicht an. Suizid wäre zu einfach. Sterben wollen wir ja nicht. Wir wollen nur das Recht darauf haben, eine Auszeit zu bekommen, das Recht darauf zu sagen, dass wir wirklich nicht mehr können. Dass wir nicht nicht wollen, sondern dass wir wirklich nicht mehr können. Und dann wollen wir nicht hören, schon gar nicht von Therapeuten, dass es da noch andere gibt. Dass wir viele sind, dass wir ja nur eine Außenschale sind, die das „aushalten“ müssen und es andere Anteile besser machen können. Dass es anderen besser gehen könnte. Nur weil wir Überlebenskünstler sind, heißt das nicht, dass wir wie ein Baron Münchhausen uns jedes Mal am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen können. Jemanden zu kennen, der Viele ist und Probleme hat, ist kein Freifahrtsschein für: „Ich lehne mich zurück, sind ja genug Anteile, die mal übernehmen können, wenn es kritisch wird.“

Wir haben uns wirklich bemüht. Wir haben uns aktiv um Hilfen bemüht – ich weiß nicht zum wievielten Mal schon in unserem Leben, und wir sind grad mal ein viertel Jahrhundert alt. Es scheitert. Immer und immer wieder scheitert es, weil wir ja genug sind. Genug gespalten um zu funktionieren. Und ja, wir werden nicht mehr aufhören. Wir haben ein Gewicht erreicht in dem wir uns wohl fühlen. Zur Grenze zu dem, dass wir uns nicht mehr ansehnlich finden, weil obenrum überall schon Knochen zu sehen sind. Und wir werden nicht aufhören, weil wir ganz genau wissen, dass wir dann wieder „stark genug waren“, um uns selber zu helfen. Wir werden so lange weiter machen, bis wir umkippen und im Krankenhaus landen. Wenn das der einzige Weg ist, zur Ruhe zu kommen, das Recht auf Ruhe zu haben, auf einfach abschalten, auf einfach hinlegen, auf einfach mal Verantwortung abgeben – wenn man wirklich erst zusammenklappen muss, weil der Körper es nicht mehr schafft, dann werden wir das in Kauf nehmen. Weil psychisch wird das nie passieren. Unsere Krankheit, und ja, sie ist mittlerweile einfach nur noch eine Krankheit (weil was kann gestörter und ungesünder sein, selbst in den psychisch labilsten, strapaziertesten Phasen – also wirklich am Ende aller inneren, geistigen und seelischen Reserven, noch zu funktionieren?). Die DIS ist eine Krankheit. Die elendigste, beschissnste dieser Welt, weil sie das Recht auf jede Hilfe verwehrt. Auf jede beschissene Hilfe und auf das Ernstgenommen und gehört werden. Wenn wir unseren Körper nicht kaputtmachen, wird man uns nie ansehen, dass wir nicht mehr können. SCHON LANGE NICHT MEHR – also… keep going. Lasst uns zerfallen, irgendwann. Wenn wir glück haben, überleben wir. Wenn nicht, ist es auch egal. Dann sieht aber endlich mal jeder: Oh, sie waren wirklich am Ende.

Zu spät. Wir haben geschrien.

Ach ja, Edit: Wenn ihr es nicht schlimmer machen wollt, dann spart euch dumme belehrende Kommentare bezüglich Hilfesuche, ok? Danke!

Der Februar in Trackern (TW)

Naja… irgendwie erkenne ich nen Donnerstagsrhythmus in diesem Monat.

Aber in 28 Tagen haben wir wenigstens 2 kg verloren. Dürfte mehr sein, aber was auch immer. Der einzige Check den wir jeden Monat zum ende des Monats machen ist der Finger-Arm Check. Letzten Monat kamen wir mit Ringfinger und Zeigefinger noch nicht rum. Heute schon. Also scheinen wir doch ein bisschen fett verloren zu haben. Auch wenn wirs im Spiegel nicht sehen.

Da werden unsere Nerds aktiv 🤓 [L]

Also gestern hatten wir ja das AV Gespräch, ich glaube aber ich war nicht 100 % anwesend und ich war auch nicht im Außen, nur als Beobachter, aber das ist nicht schlimm. Wir haben ja alles mitgeschrieben und ich konnte das jetzt nachlesen. Ich bin irgendwie total aufgeregt. Okay, 20 Stunden können wir nicht aufstocken, weil unser AG selber sehr schlecht steht, aber er meinte, dass wenn wir dann in den anderen Vertrag übernommen werden auch mit 15 Stunden so viel verdienen würden, dass wir damit gut leben könnten. Das wäre ja erst einmal die Hauptsache. 

OT: Gestern habe ich auf mein Konto geschaut, 820 Euro sind jetzt drauf, davon werden ja aber Anfang März die 630 fürs Wohnen abgezogen, im März kommt Jimmys Hunde Haftpflicht mit 60 Euro, dann für seine OP Versicherung 20 Euro, seine „Krankenkasse“ 50 Euro, unser Notfallkonto (für Kautionen oder andere Notfälle) auch 50, Internet 40 und damit wären wir auch schon -30 Euro Anfang März. Wir brauchen also gar nicht erst rumrechnen was wir wie ausgeben könnten. Ein Teil von mir war gestern gestresst, weil wir kaum noch etwas da haben. In unserem Geldbeutel hatten wir noch vier Euro knapp und konnten uns so unsere Kirsch Soja Joghurts kaufen, das sind gerade unsere Lebensretter. Mona hat uns Äpfel spendiert. Unsere Lieblingsäpfel. Ist eigentlich „B-Ware“ aber das sind die besten die wir je in unserem Leben gegessen haben. Unsere Mum hat uns ja zwei Alpro Soja Light Milch geschickt, wir haben noch 4 Eier, ca. acht Tütensuppen, eine Ingwer-Karottensuppe von Rewe to Go und… ach ja.. Die Shakes. Die Beavita Shakes. 

Das Gute ist: Man wird mit dem Essen sparsamer. Gestern fragte Mona nämlich ob sie uns eine Alpro Milch kaufen dürfte. Wir sagten nein, wir haben ja noch zwei. Wir wollen auch nichts von ihr spendiert kriegen. Sie ist selber immer sehr knapp bei Kasse. Ich sagte: „Die halten sicher noch zwei Wochen“ Ich musste dann nachdenken. Wie viel ich überhaupt davon trinke. Vielleicht maximal drei am Tag, an manchen Tagen gar keinen Kaffee. Ca 100 – 150 ml sind immer in meinem Kaffee drinnen. D.h. so ganz grob gerechnet, wenn ich sehr, sehr sparsam bin, einfach mehr schwarzen Kaffee trinke, können sie wirklich zwei Wochen aushalten. Ufz. Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht wie viel Milch ich in meinen Kaffee schütten „darf“ um so lange wie möglich damit auszukommen. 

Das Traurige ist: Wir haben zwar Gutscheine von Ari für den Markt hier, aber der hat zu 90 % nur Bullshit und Fearfood. Die haben nicht einmal mehr die Alpro Light Milch. Das Einzige was wir da kaufen können ohne Angst vor Binges zu haben ist Gemüse und Obst und unser ungesüßster Alpro Soja Joghurt. Das Ding ist aber, dass die Gemüseabteilung verflucht teuer ist. Aber na ja. Irgendwie waren wir gestern dann auch erleichtert. Vielleicht werden wir im März so wenigstens unser GW erreichen. Unser erstes GW zumindest. Denn Binge-Food werden wir von den Gutscheinen sicher nie wieder kaufen. Erstens lohnt sich das im Markt nicht, weil die nicht unsere Lieblingssüßigkeiten haben (Malteser, Quarktasche – die schmecken und halt nur vom Rewe, und unser Lieblingseis) und zweitens sind wir einfach gestört und diese Logik macht gar keinen Sinn. Denn a) kotzen wir ja unsere Lieblings Fear-Foods eh wieder aus (wtf allein schon dieses Wort „Lieblings Fear-Food“ omg) und b) braucht unser Körper wirklich Nahrung, das wir NICHT auskotzen, und das ist nun einmal nur Safe-Food. 

Also eigentlich könnten wir das NUR positiv sehen, was das Essen anbelangt. Nur hoffentlich werden wir keine anderen Notfälle haben. Weiß Gott was. Ich hatte glaube ich noch nie irgendwas, habe ja kein Auto usw, aber trotzdem. Und ja, es wird peinlich sich jetzt bei allen Leuten rauszureden mit denen wir uns verabredet haben (der ehemalige Betreuer von der Jugendhilfe, ein alter Kumpel und eine die wir im Markt kennengelernt haben (beide in unserem Alter bis auf der Betreuer ofc))… weil die alle zum Kaffee trinken oder Pizza essen etc, etwas machen wollten (wir hätten halt Kaffee oder Salat getrunken und gegessen) aber es wäre uns noch unangenehmer uns zu treffen und zu sagen, wir „wollen“ nichts (Was nicht stimmen würde, wir würden ja wollen wenn wir könnten), weil , weiß nicht, hatten wir ja schonmal erklärt? Dass es uns peinlicher ist wenn Menschen denken: „Die arme fette Kuh versucht mit Diäten abzunehmen und schafft es nicht einmal“, wir fühlen uns wohler wenn wir vor und mit anderen Menschen essen/trinken können. Wieder so ne Null-Logik der ES. Kp.

OT Ende

Jedenfalls lief das Gespräch jetzt darauf hinaus, uns muss klar sein, wenn wir dann fest übernommen werden dürfen wir nicht mehr „so oft“ krank sein (im ersten Moment habe ich mich echt über diese Aussage aufgeregt, weil WO waren wir denn bitte „so oft“ krank?! Witzbold). Er erwähnte halt letztes Jahr. Das konnten wir gar nicht mehr abrufen. Irgendwas mit den Ferienwohnungen und Klinik und Verfolgung. Lämmchen weiß dazu einiges, aber auch nur noch „träumlich“ (sagt sie) also vermutlich verschwommen oder so. Ist einfach nicht mehr wirklich da. Er hat uns damit schon echt ziemlich unter Druck gesetzt. Wir müssen funktionieren. Noch besser als sowieso schon. Nach dem Feedback der Chefin funktionieren wir ja schon ganz gut, obwohl wir das Gefühl haben so schlechte MA zu sein, dass sie mit dem Gedanken spielt uns zu feuern. D.h. wir geben eigentlich schon alle unsere Reserven um irgendwie zu funktionieren. Noch besser? Ich weiß im Moment noch nicht was da für eine Steigerung sein soll. Na gut, haben wir erst einmal beiseite geschoben. Wir haben gerade nicht die Kraft uns in solche Ängste fallen zu lassen.

Dann meinte er, bis Anfang Juni würde er gerne sehen, dass wir Weiterbildungen zu PR machen. Das hat uns auch übelst ufz. Na gut, erst mal durchatmen, haben wir gesagt. Uns kommt Zeit immer viel zu kurz vor. Gestern noch 2018/19, heute 2021, bis Juni 2021 will er gewisse Leistungen sehen. UNS fühlt sich das an wie in Lichtgeschwindigkeit arbeiten und lernen zu müssen. Wenn wir versuchen in Normal-Mensch-Gedanken zu denken, denken wir: Ruhig Dicker, das sind noch drei Monate. In drei Monaten sollte man doch ein paar Weiterbildungen machen können?

Unsere Chefin hat uns als „Hausaufgabe“ gleich aufgegeben, dass wir nachmittags jetzt schon mal nach Weiterbildungen recherchieren. Wir meinten halt im AV Gespräch, dass uns absolut das Know-How zu guten/professionellen Fotos fehlt (keine Ahnung wie man mit Spiegelreflex umgeht, was man wie einstellt/umstellt, komprimiert und weiß Gott was man da alles machen kann), wir auch nicht wissen wie mein gut verwertbare Presseinformationen/artikel schreibt und wie man sich auf Social Media präsentiert (Sprache). Deswegen arbeiten wir ja da eher im Hintergrund und liefern nur Bild- und Film Content für die So-Me Beauftragten für Storys oder kleinere „nettere/persönlichere“ Posts, von denen sich Menschen uns näher fühlen können. Wie gesagt, wir haben eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement gemacht. Da war nichts von alldem dabei. Und um ehrlich zu sein können wir uns eigentlich an so gut wie nichts mehr erinnern, was wir gelernt haben. An nichts.

Na ja, wir waren auch ganz ehrlich und haben gesagt (wer auch immer von uns), dass wir sehr gerne mehr tun würden, eben fotografieren, mehr für unsere Chefin schreiben usw., aber es uns unter Druck setzt/stresst, weil wir halt wissen, dass wir eigentlich gar nicht wissen wie man es richtig macht. Unterm Strich ist das nicht unwahr. Womit aber mit Sicherheit keiner von uns einverstanden ist, sind Foto Termine bei Veranstaltungen. Es gibt einfach viel zu viele von uns, die sterben wollen vor Stress und Angst bei der Vorstellung, bei Veranstaltungen sich in die Menge und den Mittelpunkt zu stellen und ein Publikum / ins Publikum oder im Publikum zu fotografieren. Das geht nicht. Ich kann nicht erklären warum und ich weiß, vor allem für „Normalos“ ist das nicht im geringsten nachvollziehbar, aber solche Situationen sind für uns mit Todesangst und unendlichem Stress und Ohnmachts Gefühlen verbunden (mir läuft gerade innerhalb von dem kurzen Absatz schon das Wasser die Arme runter, so sehr hab ich plötzlich das Schwitzen angefangen. bah ist das eklig!!!!!!!!!!!!!). Aber das konnten wir ihm in dem Moment nicht sagen. Immerhin hat er nur wenige Sätze davor klar und deutlich gesagt wir MÜSSEN ein verlässlicher MA sein. Was ich verstehe. WIR wollen ja schließlich das Geld von ihm. Puh. Wie wir uns mit diesen Situationen dann auseinandersetzen weiß ich noch nicht. Dank Corona gab es ja jetzt lange nichts mehr. Ich weiß dass wir es irgendwie dann doch noch geschafft haben, wenn wir mal wieder bei Veranstaltungen fotografieren sollten, aber ich kann mich auch noch gut daran erinnern, wie es uns DAVOR ging. Und gleichzeitig überhaupt nicht. Also ich weiß, es ging uns todesschlecht und zwar SO schlimm, dass ich nicht erklären kann, wie wir das überlebt haben. Der Stress ist so unmessbar groß, das ist wie mit Zahnarzt-OP’s, da gehen im Affekt Suizidgedanken los, die teilweise dann echt impulsiv mal versucht (aber scheinbar abgefangen?) werden. Denn schließlich leben wir ja noch. Naja, auch das haben wir erstmal sofort weggeschoben. Gerade keine Kraft, keine Zeit und kein Raum um in Krisen zu stürzen.

Was wir aber bemerkt haben, beim Recherchieren für Weiterbildungen zu PR… ich konnte halt Judy z.B. schon echt ewig nicht mehr spüren. Zuletzt halt oft wo wir in der Geschlossenen waren und kurz danach, das war noch so die Einarbeitungszeit in der Arbeit und kurz nach der Ausbildung und jetzt wenn es ums „neues Lernen“ geht, spüre ich plötzlich voll den Wissensdurst. Es ist sooo komisch weil mir gar nicht aufgefallen ist, dass gewissen Anteile von uns zwar… ja, schon noch „da“ sind, wir haben Judy ja nie vergessen etc., aber eben wie abgeschaltet, solange oder sobald sich einfach keinen „Nutzen“ mehr im Außen haben. Also irgendwie glaube ich, dass wir die Weiterbildungen schon schaffen werden. Aber wie wir diese anderen zwei Sachen (haha ich weiß gerade nicht einmal mehr welche das waren, die ich „weggeschoben“ habe) überstehen weiß ich noch nicht. Also die zwei Sachen wo wir beim Gespräch dachten „ok ok, ein andermal darüber nachdenken“.

Mal sehen. Erst einmal schauen wir, dass wir endlich aus der Einrichtung hier rauskommen, in eine eigene Wohnung und einen festen Vertrag haben. Und natürlich, dass das Jobcenter bisschen schnell macht mit dem Antrag. Oder auch nicht. Eigentlich ist es egal ob wir jetzt bis August so dastehen mit 0,00 Euro auf dem Konto. Mein dummer ES Witzbold meint irgendwie: „Mal sehen wie viel wir abnehmen“ und: Wir hatten wohl mal irgendwo so ein … Keine Ahnung „die ersten drei Wörter die du siehst, beschreiben dein Jahr 2021“ und da waren die ersten Wörter wohl „anorectic, goalweight, sad“ was ziemlich witzig ist, dann „traurig“ ist es in finanzieller Sicht wirklich. Anorektisch nicht wirklich, eher bulimisch mit den ganzen scheiß FA’s, aber das wird ja jetzt mit unserem Pleitenkonto auch nicht mehr passieren 😀 und wenn das so weitergeht, erreichen wir unser GW vielleicht wirklich dieses Jahr. Heute waren wir bei 50,0 wieder. Endlich. ENDLICH! Diesen Monat ging es ja von 52,5 bis 49,5 kg alles rauf und runter, unglaublich. Aber 10 kg in einem Jahr sollten ja wohl noch zu schaffen sein. Wir haben letztendlich von Oktober bis Ende Dezember 15 kg abgenommen. Das wäre ja gelacht wenn wir jetzt ein ganzes Jahr für nochmal 10 kg brauchen würden.

AV Gespräch heute

Wir hatten heute ja ein AV Gespräch mit unserer Chefin und dem Direktor. Ja, war ganz gut, wir haben uns aber auch nicht viel Stress gemacht. Im Moment läuft ja noch der ALG2 Antrag, damit wir mal wieder Geld haben. Diesen Monat sind wir ja hart pleite, und wenn wir pleite Sagen, dann meinen wir nicht wie 90 % der Menschen mit, „ich hab noch 400 Euro aufm Konto“ (das wäre bei uns so ca. der Standardsatz an Monatskohle die wir übrig haben, aber da wäre Verpflegungszeug und Jimmyfutter usw nicht abgezogen), sondern WIRKLICH Pleite. Anfang des Monats ja schon bei -80 und als ich gestern mit der Frau von der Sparkasse telefoniert habe, weil wir für den ALG2 Antrag noch Kontoauszüge brauchen (wir haben zwar regelmäßig abgehoben aber irgendwie ist trotzdem nie alles vollständig, kp)… wollte sie wissen wie mein Kontostand gerade ist. Dann meinte ich, keine Ahnung als ich Anfang des Monats auf mein Konto geschaut habe waren es -60, musste aber Geld abheben, also waren es dann so -80. Ihrer Reaktion nach zu urteilen müssten es jetzt weit mehr Minus sein, kamen ja noch laufende Kosten hinzu, die rest so Mitte des Monats abgezogen wurden. Ich trau mich gar nicht aufs Konto zu schauen xD Ich schätze mal so 200 im Minus sind wir bestimmt. Das würde heißen, nächster Monat startet auch gleich mit nem 00,0 Euro ^^ Naja, egal.

Aber auf jeden Fall haben wir ja über 5 Std. mehr nachgedacht, das geht aber wegen Corona nicht. Unser UN steht finanziell auch ziemlich kaka, deshalb bleibts erstmal bei 15 Std. aber der Direktor meinte, dass wir dann nicht mehr bei der Tochterfirma angestellt, sondern bei ihnen angestellt werden und das ein besseres Geld wäre. Und zum Wohnen hat er auch was gesagt, aber das will ich hier nicht schreiben, weil ich weiß nicht ob und wie viele Leute hier lesen die hier arbeiten/leben und weil wir es wirklich bitter nötig haben endlich ne Wohnung zu finden die wir uns leisten können, verraten wir öffentlich dazu erstmal gar nichts (sorry, ist nicht so dass wirs niemandem gönnen würden, aber ich denke es ist grad was finanziell und wohnmäßig angeht eher geringer jemand so am Arsch wie wir und auf der straße oder bei den eltern leben wollen wir nicht unbedingt wieder).

Na jedenfalls… war das Gespräch ganz ok. Dass wir nicht mehr arbeiten ist halt jetzt so. Wir haben ja nichts verloren. Geld haben wir so oder so nicht und unsere Chefin ist total zufrieden gerade so mit der Arbeit und den Stunden und wie sich das eingependelt hat (ich raffs einfach nicht, wir haben immer so schiss dass wir gefeuert werden weil wir das Gefühl haben nichts auf die Reihe zu kriegen und kriegen immer das Gegenteil reflektiert, ich RAFFS nichts, echt nicht, zumal es uns phasenweise so verfickt scheiße geht, dass wir mit dem Gesicht gegen die Wand laufen und auf der Stelle verrecken wollen, aber ok).

Ansonsten gehts uns ganz gut. Die letzten zwei Tage mind. 30.000 Schritte gemacht, Essen verbrannt was wir gegessen haben, 1,8 kg verloren, was aber null Freude auslöst, weil wir jetzt einfach wieder auf nem 50,7 kg Gewicht sind, wo wir seit EINEM FUCKING MONAT schwanken. Aber wir haben so Bitterstoff Kapseln, die nehmen wir jetzt und das ist jetzt der zweite Tag an dem kein Appetit, kein Heißhunger usw auftaucht. Diesen Monat war es ja meistens so, dass wir nach einem Restrict day am nächsten Tag gleich wieder total die Heißhungerattacken hatten und dann entweder 800 – 1000 Kalorien gegessen haben oder eine FA hatten. Beides scheiße. Bei 800 – 1000 haben wir zwar nicht gekotzt, aber selbstverständlich zugenommen oder stagniert, bei FA haben wir gekotzt, dann am Folgetag zwar abgenommen, aber gleich weider zugenommen wegen den ca 800 kcal. Logisch dass wir so dumm stagnieren.

Aber Montag haben wir endlich unter 200 geschafft, 600 verbrannt, 0,9 kg verloren, und gestern auch unter 300, 600 verbrannt und 0,9 kg verloren. Heut ehaben wir immer noch keinen Heißhunger. Nicht den geringsten. ICH LIEBE DIESE KAPSELN. Ich habe null geglaubt dass das funktioniert, aber ja. Ok, wir trinken auch seit Monatg 1L Grüntee täglich und 1L Brennesseltee täglich, plus ca 2 – 3 Flaschen Wasser noch. Das spült natürlich auch gut durch. Vielleicht war ja viel davon wirklich Wassereinlagerung, auch wenn ich das bezweifle. Nach eineinhalb Nutellagläsern und 12 Mini Aufbacksemmeln und 2 Pizzen seit unserer letzten FA kein Wunder dass wir da Fett zugenommen haben. Das waren sicher ca. 7.000 Kalorien (mit dem auskotzen, sonst sicher drüber). Wir haben jetzt im HInterkopf, um aus dem Kotzen bei FA’s rauszukommen, es zu probieren einfach nur das Essen das wir dann unbedingt wollen zu kauen und wieder auszuspucken. Klar nimmt man dabei auch ein paar KCAL auf, aber nicht so viel wie bei Fressen und Kotzen und ist denke ich für den Körper 10.000x weniger schädlich. Außerdem haben wir zwar den Samstags Cheatday gut hinbekommen (1 Pizza, 2 Brötchen mit Frischkäse und Nutella) aber dann um 16 Uhr Abführmittel genommen. Toll. Echt so behindert, aber es ging einfach nicht anders. Ja und am Sonntag dann eben die FA gehabt. Zu dumm einfach. Kein Wunder dass wir da von Samstag auf Montag, 2 kg zugenommen haben. Aber jetzt ist das Gott sei dank wieder weg.

Petite meint ja, dass man mit der Alice Diät bis zu 4kg verlieren kann, wenn man keine FA’s hat. Ich will mir das gar nicht ausmalen, weil ich übelst frustriert wäre wenn das nicht klappt, und ich rechne halt die 4 kg von 51 kg und nicht von den 52 die ich mir draufgefressen habe. Das heißt, ich müsste dann nach der Diät 48 kg wiegen, was ja vor drei Monaten eigentlich mal mein Zielgewicht war, mittlerweile sind es ja aber nochmal 5 kg weniger. Das wirkt so unendlich lang, aber keep going. Ich bin einfach so glücklich über diesen ausbleibenden Heißhunger, selbst wenn es erst der dritte Tag ist.

Beim Grüntee muss ich gestehen wird mir schon vom Geruch schlecht, als müsste ich kotzen. Aber scheiß drauf. 1L Grünttee verbrennt angeblich 100 Kalorien. HUNDERT Kallorien durch NICHTS TUN, gebt euch das mal!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Na, wie auch immer. Heute habe ich mal Sauerkraut und Buttermilch besorgt von den Gutscheinen die Ari uns gegeben hat, und Paprika und Gurke und Zitrone. Sauerkraut und Buttermilch soll ja auch ein Wundermittel bei Wassereinlagerungen sein und ich denke wegen der kaka Abführmittel am Samstag/Sonntag, hat unser Körper sicher sehr viel Wasser eingelagert.

Sport machen wir kaum, diese 600 Kalorien verbrennen wir tatsächlich nur durch die 30.000 Schritte. Waren dafür aber abends dann schon um 17 Uhr immer so k.o dass wir gegen 21 Uhr schon eingeschlafen sind, was ja eigentlich auch gut für den Körper ist. Also der Schlaf. Und endlich träumen wir auch mal wieder, was bedeutet dass wir TIEFSCHLAFphasen haben. Das war ja auch ewig nicht mehr so. alles nur dank den Kapseln, ich schwörs euch :DDD

Höhöhö

Sry ich finds gut 😂 wir haben einfach 2 Stunden Geburtstags Sitzen durchgehalten, während sie neben uns alle unseren Lieblingskuchen, geile Schokomuffins und Eis gegessen haben. Und wir haben Brennesseltee getrunken. 1 Liter. Und heute Vormittag 1 Liter Grüntee. Und 2 Liter Wasser haben wir auch schon. Essen tun wir jetzt erst nach dem Spaziergang. Haben heute schon 23.000 Schritte. (Ist unter der Woche unser Tagesziel, also 20.000).

Bin sehr zufrieden heute 🥰 und zu Abend essen wir 100g Hüttenkäse light, 100g Alpro Kirsch (mehr Frucht) und 20g Sauerkirschen Bio (ungezuckert), dann sind wir auf 148 Kalorien und haben damit den 1. Tag der Alice’s Diät geschafft ☺ Voll sind wir vom vielen Wasser und Tee auch wie irre. Eigentlich hätten wir null Hunger. Aber ich freue mich schon so drauf weil ich seit Freitag darauf warte den Kirschjoghurt zu essen 😍😍😍